Ein schwarzer DeLorean hält unter einer flackernden Straßenlaterne. Ein Mann steigt aus und zieht sich eine Schweinemaske über den Kopf. Sie stinkt nach billigem Kunststoff und er kann kaum darin atmen. Das Gebäude, vor dem er steht, ist heruntergekommen. Mit einem harten Tritt stößt er die Eingangstür auf. Der Gangster, der dahinter stand, liegt benommen am Boden. Der Mann in der Schweinemaske stellt sich über ihn und schlägt mit seinem Baseballschläger zu. Einmal, zweimal, dreimal. Der weiße Anzug des Opfers ist mit Blut bespritzt und das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert. Der Mann in der Maske hört Stimmen in einem Nebenraum, schnappt sich eine Schrotflinte und stürmt hinein.
Du liebst Egoshooter, doch mit der neuen Generation kannst du nichts anfangen, denn du bist zum Strafen geboren. Die blockige Ästhetik der frühen Neunziger ist in deine Netzhaut gebrannt und bietet keinen Platz für “realistische” Grafik. Jeder Schwierigkeitsgrad unter “Albtraum” ringt dir nur eine müdes Lächeln ab. Du willst es hart. Du bist hart. Du brauchst Paranautical Activity.
Die große Ära von Rock Band und Guitar Hero ist schon lange vorbei. Activision verbaut Teile der Plastikgitarren in Sammelfiguren für Kinder und der aktuellste Ableger – Rock Band Blitz – wird mit einem “herkömmlichen” Controller gespielt. Letzteres macht deutlich, dass Musik- bzw. Rhythmusspiele auch ohne Kunstsoffinstrumente noch nicht am Ende sind. Zwar war das Genre nie so präsent wie in den Zeiten der Plasteklampfen von Entwickler Harmonix, doch mit Spielen wie PaRappa the Rapper, Space Channel 5 und Samba de Amigo gab es schon immer eigenwillige, aber spaßige Vertreter.
In jüngerer Vergangenheit schuf Gaijin Games mit der Bit.Trip-Reihe kleine Meisterwerke der Rhythmusspiele. Der vierte Teil der Serie – Bit.Trip Runner – erhält nun eine offizielle Fortsetzung mit dem knappen Titel BIT.TRIP Presents… Runner 2: Future Legend of Rhythm Alien.
In den ersten Minuten erinnert Evoland sehr an DLC Quest – hier ein neues Feature, da ein kleiner Gag. Doch schnell wird klar, dass Evoland keine Parodie sein will, sondern uns lediglich mit auf eine Zeitreise nimmt. Beginnend in wortwörtlich grauer Pixelvorzeit, werden schrittweise Errungenschaften im Audiovisuellen- und Gameplay-Bereich freigeschaltet, wobei einige dieser Evolutionen mehr als fragwürdig sind (Gegner in Dungeons?). Diesen Aspekt hat DLC Quest eindeutig glaubwürdiger rübergebracht.
Aufbau-Simulationen fand ich schon immer toll, denn Sie ermöglichten meine Kindheitsträume zu verwirklichen. Ich konnte einen eigenen Freizeitpark mit Achterbahnen errichten, einen Zoo mit wilden Tieren eröffnen und sogar mein eigenes Entwicklerstudio gründen. Nun gibt es mit Smooth Operators ein Spiel, bei dem ich nicht sicher bin, ob es Leute gibt, die sich hiermit einen lang ersehnten Traum erfüllen werden. Oder gibt es da draußen jemanden der ganz wild darauf ist, sein eigenes Callcenter zu errichten?
Kann man bereits vor Veröffentlichung sagen, dass ein Videospiel schlecht wird? Vielleicht wenn man den Namen hört? Special Forces: Team X klingt etwas sperrig, aber da hatten wir schon ganz andere Namen, hinter denen dann Spielspaß stand. Eventuell aber, wenn man weiß, um was es geht? Third-Person-Shooter. Naja, sicherlich nichts Neues, aber vielleicht ganz nett. Ein wichtiger Indikator ist wohl der Entwickler. Zombie Studios?! Nie gehört … was haben die denn gemacht? Zwei Spiele zu den Saw-Filmen und den Shooter Blacklight. Oha, ganz sicher bin ich nicht, aber ich glaube, hier erwartet mich nichts Gutes.

























