Jan 292009
 

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Bei Comics sind sogenannte „What if…?“ (was wäre wenn) Szenarien ein beliebtes Stilmittel, um traditionellen Serien eine neue Seite abzugewinnen. In der Welt der Spiele machen u.a. Demakes etwas ähnliches, doch Legend of Princess fällt eher in die erste Kategorie. Es erforscht die Idee, wie The Legend of Zelda als Arcade-Game aussehen würde und tut dies mit Bravour! Es ist ein Liebesbrief an eine der größten Serien der Videospiel-Geschichte und das merkt man zu jeder Sekunde. Die Animationen sind wunderschön, sie stammen von Joakim Sandberg, der z.B. an Contra IV für den NDS mitgearbeitet hat und das Gameplay hat es in sich.

Zunächst habt ihr die Auswahl aus sechs verschiedenen Items von denen zwei mitgenommen werden dürfen. Eins fungiert als Fernwaffe, das andere als Sprunghilfe. Jedem Gegenstand ist ein Schwierigkeitsgrad zugeordnet, zu Beginn sollten wirklich die einfachste genommen werden, da die Action wirklich furios ist! Der Spielverlauf ist geradlinig und erinnert an die gute alte 16-Bit Zeit. Die Welt ist jedoch gespickt mit Elementen und Anspielungen aus dem Zelda-Universum. Jedem Gegner will mit einer bestimmten Strategie der Garaus gemacht werden, besonders gut umgesetzt ist dies bei den drei Endbossen, die euch mit steigendem Schwierigkeitsgrad alles abfordern. Zwischenzeitlich löst ihr Rätsel, die jedem Zelda-Fan mindestens ein Schmunzeln abgewinnen und findet Geheimgänge und versteckte Truhen.

Leider besteht Legend of Princess nur aus einem einzigen Level (es werden auch keine mehr folgen), dieses ist jedoch groß genug, um euch durch die verschiedenen Kombinationen an Gegenständen, die jedes Mal den Weg zum Endgegner drastisch verändern, auch längerfristig an die Tastatur zu fesseln. Der Hunger ist definitiv geweckt und vielleicht entschliesst sich Joakim ja eines Tages dazu, ein komplettes Spiel zu machen. Das Prinzip funktioniert prächtig und würde auch als Vollversion eine tolle Figur machen.

Rating: ★★★★½

Preis: Freeware

Betriebssystem: Windows

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