



Was passiert, wenn eine Demogruppe ein Spiel programmiert (auf der Assembly 2008), aber zu wenig Zeit hat es bei einem der Wettbewerbe fertig zu stellen, zeigt Dave: The Ordinary Spaceman sehr deutlich. Auf der einen Seite gibt es einige sehr interessante Ansätze, ein tolles Menü das perfekt zum Thema passt und klasse Effekte, wie man sie eben aus Demos kennt. Auf der anderen Seite ist das eigentliche Spiel leider sehr knapp ausgefallen und lässt aufgrund der Kürze der Entwicklungszeit natürlich einiges an Feinschliff und Tiefe vermissen. Warum ihr es euch trotzdem anschauen solltet, sag’ ich euch jetzt.
Wenn ihr eine Xbox 360 besitzt, sollte euch der Platformer Braid mit dem sehr innovativen und spannenden Zeitfeature ein Begriff sein (erscheint bald auch für PC). Ob Dave davon nun inspiriert wurde oder nicht, sei mal dahingestellt. Das Drumrum ist aber sehr stimmig und eigenständig geraten. Das Hauptmenü sieht aus wie der Bildschirm eines Fernsehers mit Videotext, die Navigation ist nur durch dreistellige Zahlenkombinationen möglich. Im Spiel selber ist ständig eine Fernbedienung zu sehen, die zum zurückspulen, pausieren, rekorden und für die Auswahl der Spezialfähigkeiten Verwendung findet. Sie ist in schönem 3D dargestellt, die Platzierung auf dem Schirm ist aber sehr ungewohnt.
Da die Fernbedienung die Quelle für Daves Kräfte ist, muss sie ständig mit Batterien versorgt werden. Diese liegen in den holprig designten Level nicht gerade verschwenderisch herum, Energie sparen ist also angesagt. Zurückspulen ist eine der Fähigkeiten, allerdings scheinen wir eine schlechte VHS-Kassette zu betrachten, denn es ist kaum etwas auf dem Schirm zu sehen während des Vorgangs.
Es werden einige interessante Konzepte eingeführt, die aber leider kaum im Gameplay Verwendung finden (zum Beispiel das Aufnahme-Feature). Wir können nur hoffen, dass die Entwickler das scheinbar weit fortgeschrittene Gerüst nutzen und irgendwann ein komplettes Game darin erstellen. Als Proof of Concept-Demo ist es auch im aktuellen Zustand einen Blick wert. Allerdings solltet ihr frustresisten an die Sache gehen, da Steuerung und Kollisionsabfrage fern ab davon sind, wirklich gut zu sein.
Lizenz: Freeware
Betriebssystem: Windows
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Wertung: 




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