Mrz 312009
 

davetheordinaryspaceman1-tndavetheordinaryspaceman2-tndavetheordinaryspaceman3-tndavetheordinaryspaceman4-tn

Was passiert, wenn eine Demogruppe ein Spiel programmiert (auf der Assembly 2008), aber zu wenig Zeit hat es bei einem der Wettbewerbe fertig zu stellen, zeigt Dave: The Ordinary Spaceman sehr deutlich. Auf der einen Seite gibt es einige sehr interessante Ansätze, ein tolles Menü das perfekt zum Thema passt und klasse Effekte, wie man sie eben aus Demos kennt. Auf der anderen Seite ist das eigentliche Spiel leider sehr knapp ausgefallen und lässt aufgrund der Kürze der Entwicklungszeit natürlich einiges an Feinschliff und Tiefe vermissen. Warum ihr es euch trotzdem anschauen solltet, sag‘ ich euch jetzt.

Wenn ihr eine Xbox 360 besitzt, sollte euch der Platformer Braid mit dem sehr innovativen und spannenden Zeitfeature ein Begriff sein (erscheint bald auch für PC). Ob Dave davon nun inspiriert wurde oder nicht, sei mal dahingestellt. Das Drumrum ist aber sehr stimmig und eigenständig geraten. Das Hauptmenü sieht aus wie der Bildschirm eines Fernsehers mit Videotext, die Navigation ist nur durch dreistellige Zahlenkombinationen möglich. Im Spiel selber ist ständig eine Fernbedienung zu sehen, die zum zurückspulen, pausieren, rekorden und für die Auswahl der Spezialfähigkeiten Verwendung findet. Sie ist in schönem 3D dargestellt, die Platzierung auf dem Schirm ist aber sehr ungewohnt.

Da die Fernbedienung die Quelle für Daves Kräfte ist, muss sie ständig mit Batterien versorgt werden. Diese liegen in den holprig designten Level nicht gerade verschwenderisch herum, Energie sparen ist also angesagt. Zurückspulen ist eine der Fähigkeiten, allerdings scheinen wir eine schlechte VHS-Kassette zu betrachten, denn es ist kaum etwas auf dem Schirm zu sehen während des Vorgangs.

Es werden einige interessante Konzepte eingeführt, die aber leider kaum im Gameplay Verwendung finden (zum Beispiel das Aufnahme-Feature). Wir können nur hoffen, dass die Entwickler das scheinbar weit fortgeschrittene Gerüst nutzen und irgendwann ein komplettes Game darin erstellen. Als Proof of Concept-Demo ist es auch im aktuellen Zustand einen Blick wert. Allerdings solltet ihr frustresisten an die Sache gehen, da Steuerung und Kollisionsabfrage fern ab davon sind, wirklich gut zu sein.

Rating: ★★★½☆

Preis: Freeware

Betriebssystem: Windows

Download der neusten Version

Homepage

Ähnliche Beiträge:
O.M.G – The Old Man Game
Alte Männer, heiße Babes und klassische Retro-Action sind die Zutaten für diesen 2D-Platformer. Paul Davis beschreibt sein Werk selbst als "komödiantischen", was aber nicht bedeutet, dass ihr alle zwei Minuten ...
Weiterlesen
Zak McKracken – Between Time and Space
"Gut Ding will Weile haben" heißt es so schön, so ließen sich die Entwickler des Fan-Nachfolgers nicht weniger als sieben Jahre Zeit, ihr Projekt fertig zu stellen. Auch wenn Zachary ...
Weiterlesen
Tower of Goo
Wer Bridge Builder kennt, der wird bestimmt gefallen an diesem Spiel finden. Statt Brücken soll ein hoher und stabiler Turm erbaut werden. Eine Besonderheit ist das Baumaterial, ...
Weiterlesen
30 Second Hero
Stellt euch ein RPG vor, das ihr nicht in sechzig Stunden, sondern dreißig Sekunden durchspielen könnt! Diese spannende Idee ist die Grundlage für 30 Second Hero. Ihr findet viele Elemente ...
Weiterlesen
La-Mulana
Kein Bock mehr auf den ganzen, viel zu leichten Casual-Schrott? 8-Bit Grafik bringt eure Hormone erst so richtig in Wallung? Dann haben wir genau das Richtige für euch! La Mulana ...
Weiterlesen
Mr. Blocko: Super Tournament Edition
Wer denkt, er hätte bereits alles gesehen was man mit Tetris machen kann, der kennt Mr. Blocko noch nicht. Wie gehabt fallen die Steine von oben herab und es gilt, ...
Weiterlesen
O.M.G – The Old Man Game
Zak McKracken – Between Time and Space
Tower of Goo
30 Second Hero
La-Mulana
Mr. Blocko: Super Tournament Edition