Jul 252009
 

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Der CarneyVale-Zirkus ist ein magischer Ort. Hier finden das ganze Jahr über die halsbrecherichsten akrobatischen Vorführungen statt und aus aller Welt strömen die Leute herbei, um sich die Shows anzusehen. Slinky ist eine Puppe mit einem großen Traum: Er möchte eines Tages der größte Artist von allen werden. Wir begleiten ihn in diesem vertikalen Platform-Spiel mit Ragdoll-Physik. Anfangs noch ein niemand, bekommt Slinky im Laufe des Games immer mehr Fans und muss immer schwierigere Performances vollführen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: CarneyVale Showtime ist einer der tollsten Titel der XLIG und hätte ohne Probleme das Zeug dazu, als vollwertiger Arcade-Titel veröffentlicht zu werden. Neben einer kleinen Art-Galerie, lassen sich auch zwölf Awards mit teilweise richtig fordernden Zielen freispielen, die den „echten“ Achievementes in nichts nachstehen. Von der Grafik, über die Steuerung und Musik, bis hin zum Leveldesign kann CarneyVale locker mit den top XBLA-Titeln mithalten.

Aller Anfang ist schwer

Alles beginnt in der linken unteren Ecke der Übersichtskarte, auf der wir nach und nach neue Acts freischalten. Insgesamt stehen zwanzig zur Verfügung. Jeder Act verlangt von uns, dass wir einen Weg von ganz unten nach ganz oben finden, um im großen Finale durch einen brennenden Ring zu fliegen. Daneben warten weitere vier Aufgabe, die erfüllt werden wollen: Alle Ballons einsammeln, in einer bestimmten Zeit durch das Level fliegen, den versteckten Stern finden und schließlich ohne ein Leben zu verlieren die Performance abschließen. Die Aufgaben müssen nicht, können aber alle in einem Durchgang erreicht werden, allerdings ist es meist einfacher, jeweils nur eine Auswahl davon zu erledigen.

Da wir die lebensgefährlichen Stunts nicht aus Jux und Dollerei auf uns nehmen, sondern berühmt werden wollen, spielen die Fans natürlich eine elementare Rolle. Jeder Trick bringt uns neue ein, je waghalsiger, desto besser. Davon gibt es eine ganze Menge, das reicht von den ganz normalen Aufgaben wie Ballons einsammeln bis hin zu etwas schwierigeren, wie sich drei oder vier Mal in der Luft um die eigene Achse zu drehen. All dies wird ausführlich und anschaulich in kleinen Tutorials erläutert. Die Anzahl der Fans wird pro Akt festgehalten, jeweils am Ende speichert das Spiel die die neue Bestleistung.

Hals und Beinbruch

Slinky kann sich aus eigener Kraft so gut wie gar nicht bewegen, deshalb stellen die runden Plattformen mit ihren Greifarmen in der Mitte das bevorzugte Fortbewegungsmittel dar. Per Knopfdruck packen sie Slinky und drehen ihn immer schneller in eine Richtung. Nur durch das Momentum beim Loslassen ist eine Bewegung überhaupt möglich. Dieses Konzept kommt einem zu Beginn recht simpel vor, doch mit der Zeit gesellen sich immer neue Hindernisse und Fähigkeiten hinzu, die der Steuerung und dem Spiel eine gute Portion Tiefe verleihen.

Wem die enthaltenen Level eines Tages nicht mehr reichen, der darf sich im integrierten Editor so richtig austoben. Das Areal kann unfassbar große Ausmaße annehmen und mit einer riesigen Menge Gegenstände vollgestopft werden. Als kleiner Wermutstropfen verlassen die eigenen Kreationen leider niemals die eigene Festplatte, denn es gibt keine Option diese mit anderen zu teilen.

Es gibt noch so viele Kleinigkeiten, an denen man erkennen kann, dass die wenigen Entwickler hier wirklich mit viel Herzblut bei der Sache waren. Schon alleine wegen CarneyVale Showtime hat es sich gelohnt, die Xbox Live Indie Games ins Leben zu rufen.

Rating: ★★★★★

Preis: 9,99€ (zum Martkplatz )

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum

Preis: 2,99€

Erforderlich: Windows Phone 7 oder höher

Homepage / zum Marktplatz

Preis: 240 Microsoft Points (Zum Marktplatz)

XNA-Infoseite / Forum

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