Aug 082009
 

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„The long awaited sequel!“ So kündigt sich der von Harald Maassen entwickelte „twin-stick-shooter“ in den XBL Indie Games selbst an. Ob der Titel diesem Anspruch gerecht wird und man es wirklich kaum erwarten kann, sich dieses Spiel zuzulegen, wollen wir im heutigen Review von Revenge oft he Evil Aliens klären.

Das Spiel selbst ist eine Weiterentwicklung von Maassen`s Erstwerk „Evil Aliens„, das er mit Hilfe des XNA-Game Studios auf die Xbox 360 umsetzte und weiterentwickelte. Ihr schlüpft dabei in die Rolle von Jack Peril und seinem Raumschiff „Unnamed Hero“, um in den erneuten Kampf gegen die „Evil Aliens“ zu ziehen. Diese greifen nämlich schon wieder die Erde an. Dieses Mal soll aber nicht nur die Welt verteidigt werden, sondern es soll auch dem „Alien Mastermind“ an den Kragen gehen!

Upgrade!

Also machen wir uns in typischer Shooter-Manier, mal horizontal – mal vertikal – mal mit Asteroids-Touch, daran den Bildschirm von allerlei unbekannten Flugobjekten zu befreien. Gesteuert wird das Raumschiff mit dem linken Analogstick, die Bordkanone mit Hilfe des rechten Sticks. Zusätzlich lassen sich mit den Schultertasten Bomben zünden. Damit ihr mit den immer stärker werdenden Gegnermassen auch fertig werdet, hinterlassen diese regelmäßig Powerups, die euren Schild, die Bordkanone und eure Bomben upgraden. Leider verliert ihr die kompletten Upgrades immer wenn ihr ein Leben verliert. Alles in allem könnt ihr euch so aber recht gut gegen die Aliens zur Wehr setzen.
Das Spiel besitzt leider nur drei Levels, die sich allerdings in vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen lassen. Sind „easy“ und „medium“ noch vergleichsweise machbar, wird es ab „hard“ wirklich haarig. Sollte euch aber selbst diese Herausforderung noch nicht ausreichen, steht noch eine weitere Steigerung zur Verfügung. Leider reichten meine Spielfähigkeiten bisher noch nicht aus, die Stufe „insame“ zu erreichen. Falls ihr es schaffen solltet, könnt ihr uns gerne davon berichten!
Übrigens: Ihr könnt das Spiel nur wirklich durchspielen, wenn ihr mindestens auf der Stufe „hard“ zockt. Nur dann nämlich stellt sich euch am Ende von Level 3 das wahre „Alien-Mastermind“.

Was es sonst noch gibt!

Auch Grafisch präsentiert sich Revenge of the Evil Aliens durchaus ansprechend, auch wenn es hier nicht ganz mit den Top-Titeln der XBL Indie Games mithalten kann. Darüber können auch ein paar, sehr skurrile und einfallsreiche Gegnersprites und die ganz ansehnlichen Explosionseffekte nicht hinwegtäuschen. Grafisch ist einfach zu wenig Abwechslung geboten. Hier ist für den nächsten Teil sicherlich noch Raum nach oben.
Ganz anders verhält es sich allerdings mit dem Sound. Die elektronischen Beats fügen sich wunderbar ins Spiel ein und wirken selbst nach dem wiederholten Anhören nicht verbraucht und eintönig.
Neben dem – zumindest auf easy und medium – recht kurzen Hauptspiel, bietet Revenge of the Evil Aliens insgesamt sieben „Challanges“ (Mini-Spiele) und zehn „Awardments“, die freigespielt werden können. Gerade die Mini-Spiele (z.B. Survival, Asteroiden ausweichen, Alienfallschirmjäger abschießen usw.) sind zum Teil recht nett gemacht und können den Wiederspielwert von Revenge of the Evil Aliens durchaus erhöhen.

Manch einer wird sich jetzt vielleicht wundern, warum Revenge of the Evil Aliens keine höhere Wertung von uns erhalten hat. Schließlich besitzt das Spiel keine wirklich gravierenden Kritikpunkte und kann auch durchaus Spaß machen.
Was dem Spiel aber letztlich fehlt ist das Quäntchen Originalität bzw. das Besondere, das Revenge of the Evil Aliens von anderen Spielen dieser Machart hätte abheben könnte. Was man geboten bekommt ist solide Shooter-Kost, mehr aber auch nicht.

Absolute Shooter-Fans sollen jetzt aber nicht zu sehr abgeschreckt werden, das Spiel ist seine 200 Punkte nämlich durchaus wert ist und man bekommt viel Spiel für sein Geld!

Rating: ★★★½☆

Preis: 80 Microsoft Points (zum Marktplatz)

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