Aug 102009
 

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Ihr wolltet schon immer mal (mit) Kunst spielen? Seit der Veröffentlichung von Artoon in den XBL Indie Games ist euch dies nämlich möglich. Bei Artoon ist der Name Programm! Schließlich hüpft ihr mit der Spielfigur „Art“ in einem virtuellen Kunstwerk umher. So sieht es zumindest der Entwickler.
Das Spielprinzip ist dabei ebenso genial wie simpel: Mit Hilfe von „Art“ müsst ihr möglichst alle Plattformen in einem Level berühren, ehe sich das jeweilige Ziel öffnet.

Eure Spielfigur hüpft dabei die ganze Zeit von alleine. Eure Aufgabe ist es lediglich das „Kunstwerk“ zu steuern. Ihr tut dies wie gewohnt mit dem linken Analogstick. Mittels des rechten Sticks könnt ihr jederzeit die Kamera nachjustieren, so dass ihr immer alles gut im Blick habt. Sollten die Sprungfähigkeiten von „Art“ einmal nicht ausreichen, könnt ihr zudem durch Drücken der A-Taste einen Supersprung ausführen.

Gesamtkunstwerk

Das Besondere an Artoon ist neben dem simpel-genialen Spielprinzip sicherlich die stylische Grafik. Die insgesamt 20 Levels splitten sich dabei in fünf völlig unterschiedliche Grafikstile auf. Während z.B. eine Stilrichtung an das gute alte Pixelzeitalter erinnert, bietet eine andere spacige Hüpforgien ähnlich wie in Super Mario Galaxy! Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sehen einfach fantastisch aus und können wirklich schon fast als Kunst bezeichnet werden. Auch die Musikstücke sind toll gemacht und fügen sich mehr als gut in das Gesamtkunstwerk ein.

Kunstrichtungen

Damit das Ganze nicht zu schnell langweilig wird, hat sich der Entwickler einige zusätzlich interessante Gameplayelemente einfallen lassen. So müsst ihr, um ein möglichst hohes Ranking bei der Endabrechnung zu erreichen, die Plattformen im Spiel möglichst nur einmal pro Level berühren. Was Anfangs noch recht einfach zu schaffen ist, wird mit zunehmendem Spielverlauf aber immer kniffliger. Wenn die Plattformen dann noch anfangen, sich zu bewegen, werden eure grauen Zellen erst richtig gefordert.
Manche Levels fordern es zudem von euch ab, die Kamera stets in eine bestimmte Richtung zu justieren. Andernfalls wird das Spielen durch Bildstörungen quasi unmöglich gemacht. Genauso fordernd und knifflig präsentieren sich die Levels, in denen bestimmte, verschiedenfarbige Plattformen immer nur abwechselnd betreten werden dürfen. Die Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen. Ich möchte hier aber nicht zu viel verraten.

Kunstkritik

Als einziger kleiner Kritikpunkt muss angemerkt werden, dass ihr das Spiel prinzipiell sehr schnell durchspielen könnt, wenn ihr auf das Erreichen von guten Rankings verzichtet. Allerdings werdet ihr schnell merken, dass gerade die Jagt auf die Rankings schnell süchtig machen kann und ihr das Joypad dann so schnell nicht wieder aus der Hand geben wollt. Zudem verspricht der Entwickler für die Zukunft einen DLC mit weiteren Levels für Artoon, was aber zumindest momentan bei den XBL Indie Games noch nicht möglich ist. Man darf gespannt sein!

Aber auch so ist Artoon die 200 Microsoft Points schon mehr als wert. So, jetzt nehmt die Pinsel aber selbst in die Hand!

Anmerkung: Aufgrund rechtlicher Probleme mit dem Namen, musste der Titel vom Marktplatz genommen werden. Der Autor wollte das Spiel zwar unter neuem Namen wieder online stellen (Arzty), doch das ist bis heute leider nicht passiert. Den einzigen verbleibenden Beweise, dass das Spiel jemals existierte, findet ihr hier.

Rating: ★★★★★

Preis: 240 Microsoft Points (Zum Marktplatz)

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