Okt 072009
 

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Je nachdem mit wem man redet, fällt im Bezug auf das Angeln entweder das Adjektiv „langweilig“ oder „entspannend“. Nicht viel anders wird eine Unterhaltung über das kleine Spielchen Fishing Girl verlaufen. Manch einer wird es lieben, der andere kann nicht viel damit anfangen. Zu Beginn sehen wir kurz die „Story“: Ein Junge und ein Mädchen driften plötzlich auseinander und zwischen ihnen öffnet sich eine mit Fischen gefüllte Wasserkluft. Das Ziel ist klar, wir müssen das Liebespaar wieder vereinen.

Es gibt kein Tutorial oder lange Erklärungstexte, was aber auch absolut nicht nötig ist, denn mit lediglich zwei Knöpfe (und einer Hand) lässt sich der Titel steuern. Der A-Taste fällt dabei die wichtigste Rolle zu. Mit ihr werfen wir die Angel aus und ziehen die Fische an Land, mit dem B-Knopf wählen wir den Köder. Wird die auf der Wasseroberfläche treibende Boje getroffen, öffnet sich ein kleiner Shop, in dem sich die Rute und die Köder gegen Bares verbessern lassen.

How much is the fish?

Geld bekommt man durch, na klar, der Fang der Fische. Diese sind wie die Köder auch in drei Größen unterteilt (small, medium, large), zusätzlich bestimmt der Seltenheitsgrad (common, uncommon, rare, very rare) wie viel Kohle in einer Blitzüberweisung den Weg auf unser Konto findet. Es darf auf zwei Arten gespielt werden: Entweder mit zehn minütigem Zeitlimit, hier erhält man durch jeden erfolgreichen Fang ein paar Sekunden gutgeschrieben, oder man deaktiviert den Timer und fischt in aller Seelenruhe vor sich hin. Das Ziel bleibt aber immer gleich, es gilt die Angel mit der längsten Reichweite zu erwirtschaften und mit dieser die Insel auf der gegenüberliegenden Seite, auf der unsere bessere Hälfte auf die Rettung wartet, herüber zu ziehen.

Grafisch und spielerisch könnte ein Spiel kaum simpler gehalten sein, doch auch so etwas hat seinen ganz eigenen Charme. Damit das Gameplay nicht zum einnicken verführt, gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Da wäre zum einen der oben erwähnte Shop, in dem zunächst die benötigten Utensilien erworben werden müssen. Die Angel hat zu Beginn eine eher bescheidene Reichweite und auch der Köder kann lediglich Fische der kleinsten Sorte anlocken und halten. Mit der ersten Ausbaustufe lassen sich aber bereits die größten Fische an Land ziehen, hierzu muss allerdings jeweils der nächst kleinere Fisch an der Angel zappeln. Auf die größeren Köder reagieren die kleineren Fische nicht mehr, mit ihnen können gezielt die entsprechenden Größen an Land gezogen werden.

Fishing Girl motiviert in den ersten Minuten ungemein, was auch durch die Badges begünstigt wird. Diese erhält man durch das Erreichen bestimmter Vorgaben (etwa 1000 Goldstück auf der hohen Kante haben). Nach einiger Zeit ging zumindest bei mir aber die Motivation deutlich flöten. Eine weltweite Bestenliste hätte hier sicher Wunder bewirkt. Außerdem vermisse ich schmerzlich eine kleine Übersicht der Fische die man bereits geangelt hat und was sie jeweils wert sind. Für einen Preis von unter einem Euro fallen diese Kritikpunkte aber nicht so sehr ins Gewicht. Spielt die Demo und entscheidet selbst, ob euch der Spaß, den ihr sicher haben werdet, die paar Cents wert ist. Berichten zufolge finden besonders Ehefrauen oder Freundinnen gefallen an diesem Titel…

Rating: ★★★★☆

Preis: kostenlos

Erforderlich: Windows Phone 7.5 oder höher

Homepage / zum Marktplatz

Preis: 80 Microsoft Points (Zum Marktplatz)

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