



Was hatte ich mich nach dem ersten Video auf dieses Spiel gefreut. Endlich ein Run and Gun für die XLIG, das zudem noch mit schöner 3D-Grafik aufwarten kann, humorvoll zu sein scheint und richtig schön trashig-blutig daherkommt. Doch bereits nach der Trial schlug diese Begeisterung in Ernüchterung um, die sich auch nach einiger Zeit mit der Vollversion leider nicht geändert hat. Lasst mich euch erklären, wieso.
Alle guten Ansätze sind vorhanden, um es einem Metal Slug oder Contra gleich zu tun. Von Beginn an stehen vier Waffen, wählbar mit dem Steuerkreuz, zur Verfügung, die sich nicht upgraden lassen und in allerlei Punkten (Feuerkraft, Nachladezeit, Agilität) unterscheiden. In guter alter 2.5D-Manier spurten (oder eher schlendern) wir von links nach rechts durch die Level und entledigen uns zahlloser Zombiehorden und Selbstschussanlagen. Je nach Level gilt es zudem alle paar Meter einen tödlichen Abrungd zu überspringen. So krude (man könnte auch sagen: phantasievoll) wie sich die ganze Optik gestaltet, ist leider auch das Gameplay geraten. Das Überleben ist eng daran geknüpft, wie treffgenau man sich der Gegner entledigen kann und genau hier hapert es leider.
Während die Untoten auf der geraden Ebene noch eher selten eine Gefahr darstellen, sind es vor allem die diagonalen Zieleinlagen die enormes Kopfzerbrechen bereiten. Hier sind nämlich immer Selbstschussanlagen installiert, die gleichzeitig ins Visir genommen werden wollen, während man ihren in kurzen Salven zielgenau abgefeuerten Projektilen ausweichen muss. Wenn die Steuerung gut ausgearbeitet wäre, würde man sich hier sicher erheblich besser zurecht finden, doch das Ganze ist eher schlecht als recht gelöst. Zu träge reagiert der Protagonist, zu ungenau ist das Zielen mit der Laservorrichtung.
So gut die Grafik für ein Indie Game auch aussehen mag, so uninspiriert und dröge ist das Design der Level geraten. Es ist wirklich mehr als schade zu sehen, wie die guten Ansätze so vergeigt wurden. Doppelt in dem Sinne, da hier augenscheinlich ein pfiffiges Team mit viel Potential am Werk war. Spielt das erste Level der Demo und wenn es euch gefällt, erwarten euch zwölf weitere, die sich lediglich in Nuancen davon unterscheiden (spielerisch, optisch natürlich komplett anders). Hoffentlich besuchen die Entwickler mal einen Designkurs, damit ihr Talent bei einem möglichen neuen Projekt besser zur Geltung kommen kann.
Preis: 400
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