Mai 182010
 

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Wir schreiben das Jahr 1991, als ein Videospiel basierend auf den Spielzeugautos Micro Machines das Licht der Welt erblickt. Entwickler Codemasters erfindet mit dieser Serie das Genre der kleinen Flitzer in einer nahezu maßstabsgetreuen Umgebung, nur um es ein paar Jahre später selbst zu perfektionieren. Micro Machines 2 ist auch 16 Jahre nach der Veröffentlichung noch eine Mordsgaudi im Multiplayer. Bis zum heutigen Tag halten sich die Konkurrenzprodukte in einem überschaubaren Rahmen und eigentlich nur ein Rennspiel konnte seit dem Sprung in die dritte Dimension die Flagge wirklich hoch halten.

Beim 1999 erschienenen Re-Volt müssen zwar ein paar Abstriche in den Punkten Steuerung und Physik gemacht werden, dafür stimmen der Umfang, die Optik, die witzigen Extras und das Design der Strecken. Things on Wheels wurde ganz klar von diesem Titel inspiriert, eine der Strecken heißt sogar „Tribute to Re-Volt“. Doch kann der Mad Tracks-Nachfolger den elf Jahre älteren Titel übertreffen?

Um es kurz zu machen: Leider nein. Es kommt noch nicht mal in die Nähe der Klasse von Re-Volt. Die Steuerung geht völlig in Ordnung und auch optisch gibt es für einen Download-Titel nicht viel zu meckern. Mit ingesamt 20 Strecken und zwölf Wagen in vier Klassen könnte man eigentlich auch noch leben. Allerdings vermiesen einem ein Großteil der Strecken einfach den Spielspaß. Die meisten ergeben im Kontext mit der Umgebung einfach überhaupt keinen Sinn, was noch zu verschmerzen wäre. Wenn dann aber auf einer Strecke mehr Ecken und Kanten das Absolvieren einer Runde behindern als die Lindenstraße Folgen hat, dann hört der Spaß einfach auf.

Nur ganz wenige Kurse fühlen sich richtig gut an. Doch die läppischen Extras, von denen nur vier zur Verfügung stehen und das Verhalten der Autos bei einem Crash an Wänden, saugen auch den letzten Tropfen Motivation aus den Adern des Spielers. Da können auch die Mehrspieler-Modi nichts mehr retten, zumal online oder im Splitscreen nur vier Personen gleichzeitig ran dürfen. Things on Wheels ist sicher kein grauenvoller Titel, aber leider auch kein besonders guter, denn irgend wo auf der Strecke wurde vergessen, den Spaß einzubauen.

Rating: ★★½☆☆

Preis: 800 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Keine

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  • Schade. Habe mir von dem Spiel doch einiges erhofft.