Mai 192010
 

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HD-Remakes alter 2D-Spiele sind derzeit schwer in Mode. Doch im Gegensatz zu manch anderen Titeln, bei denen nur Grafik und Steuerung verbessert werden, präsentiert uns Konami mit Rocket Knight ein komplett neues Spiel mit der Beutelratte. Als Super Mario Mitte der Achtziger die Videospiele im Alleingang aus der Krise führte, dachte jeder das Erfolgsrezept für ein erfolgreiches Game gefunden zu haben.

So gipfelte die Fokussierung auf (Tier)Maskottchen mit Attitüde einige Jahre vor der Jahrtausendwende in einer Flut von neuen Charakteren (die noch bis zum heutigen Tag anhält). Glücklicherweise waren darunter neben vielen Blindgängern auch einige Hochkaräter, wie etwa Sparkster in seinen eigenen Rocket Knight Adventures für Mega Drive und jeweils einem nicht ganz so gelungenen Sequel für Mega Drive & Super Nintendo.

Genau die richtige Mischung aus neuem und altem

Die Neuauflage des fliegenden blauen Ritters hält sich erstaunlich nah an die Vorlage, nahezu jedes Element feiert eine Wiederauferstehung und auch viele der Gegner und daran gebundene Gags sind wieder mit von der Partie. Die hübsch anzusehende Optik ist natürlich nicht die einzige Neuerung. Obwohl das komplette Spiel in 3D dargestellt wird, erwartet euch klassische 2D-Platformerkost mit Shooter-Einlagen. Besondere Erwähung muss zunächst die butterweiche Steuerung finden, im Vergleich zum Original kann der Protagonist nun erheblich einfacher sein Jetpack einsetzen. Auf dieses Feature gehen die toll designten Spielstufen auch super ein.

Die Level wurden in die drei Kategorien „Laufen & Springen“, „Fliegen“ und „Bosskampf“ unterteilt. Im Arcade-Modus spielt man alle vierzehn der Reihe nach durch, „Freeplay“ erlaubt das Anwählen jeder einzelnen Stufe für die Jagd nach Bestzeiten und -punkten. Beim ersten durchspielen vergehen je nach Können um die zwei Stunden, selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad zieht dieser ab der Mitte des Spiels ordentlich an und sorgt für eine gute Herausforderung. Der harte Schwierigkeitsgrad ist bereits von Anfang an wählbar und hat die selben Levels mit lediglich höherer Gegnerdichte zu bieten. Wird dieser durchgespielt, darf man sich am „Gold Sparkster“-Modus probieren, hier bleiben die Gegner der harten Stufe gleich, aber das Opossum kann lediglich auf die Hälfte der Lebensenergie zurückgreifen.

Wer das Original mochte wird die Neuauflage ohne Frage lieben, zumal sie insgesamt das wohl bessere Spiel ist, wenn man mal die von Nostalgiegefühlen getränkte Retro-Brille abnimmt. Mit etwas mehr Umfang wäre durchaus eine höhere Wertung drin gewesen, im aktuellen Zustand ist der Spaß leider zu schnell vorbei.

Rating: ★★★★☆

Preis: 12,99€ / $14,99

Homepage / PlayStation-Infoseite

Preis: 1.200 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: keine

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