



Der erste Teil mag das Genre der Egoshooter neu definiert haben, für mich aber ist DOOM II das bessere Spiel. Nicht nur wegen der ultra-geilen doppelläufigen Shotgun (bis heute eine meiner Lieblingswaffen), sondern auch wegen der fiesen neuen Gegner und dem vermutlich noch genialeren Leveldesign. Nüchtern betrachtet ist die zwei im Titel nach heutigen Maßstäben sicher nicht berechtigt, wenn ein Spiel aber vor Qualität derart tropft, dann kann man schon mal ein Auge zudrücken.
Viel zu sagen über das Game an sich gibt es nicht, der FPS von id Software ist ein Stück Geschichte und sollte jedem wahren Gamer zumindest ein Begriff sein. Aufgrund dieser Tatsache möchte ich mich in diesem Review lediglich auf die Features der XBLA-Version beschränken.
You Have Huge Guts
Was zunächst ins Ohr fällt ist der Sourround Sound, der in Dolby Digital 5.1 abgemischt wurde. Sehr schön! Mit einer ordentlichen Anlage macht das Pixel-Gemetzel gleich nochmal so viel Spaß. Wie auf den Screenshots oben unschwer zu erkennen ist, darf wieder mit bis zu vier Spielern an einer Konsole im Splitscreen entweder die Story im Koop oder das gute alte Deathmatch angegangen werden. Das gleiche ist freilich auch online möglich und sogar eine beliebige Mischung ist kein Problem (zwei im Splitscreen und zwei online usw.), auch wenn der Gast kein Gold hat.
Das größte Goodie dieser Neuauflage ist aber sicherlich die komplett neue Episode mit ihren neun Leveln. Entworfen wurde diese von Nerve Software und hat es wahrlich in sich. Schon auf “Hurt Me Plenty” hatte ich echte Probleme durchzukommen, vom Gegneraufkommen definitiv nur etwas für Veteranen auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Als Belohnung für die Strapazen winkt die original Doom Trooper-Uniform für euren Avatar! Nicht ganz so spektakulär aber dennoch ziemlich cool sind die Replays, die von den zehn besten Spielern weltweit für jeden Level gespeichert werden und sich über die Bestenliste anschauen lassen.
Superior Firepower
Mir persönlich machen sowohl DOOM II als auch der Vorgänger heute noch genau so viel Spaß wie vor über 15 Jahren, wenn nicht sogar mehr. Die Steuerung mit dem Joypad geht super von der Hand und dieses Mal wurde endlich die Option “Auto Run” hinzugefügt (fehlte noch in DOOM I auf XBLA). Der Preis mag mit 10€ vielleicht etwas hoch sein in Anbetracht des Alters, falls der Titel aber mal zum halben Preis als Deal der Woche angeboten werden sollte, kann jeder Fan (oder wer einer werden will) ungesehen zugreifen.
WICHTIG: Leider ist das Game noch immer in Deutschland indiziert, weshalb es auch nicht auf dem deutschen Marktplatz erhältlich ist, kann aber von allen anderen problemlos heruntergeladen werden (zum Zeitpunkt als dieser Beitrag verfasst wurde).
Preis: 800
Microsoft Points (zum Marktplatz)
Unlockables: Avatar Awards (2), Gamer Pictures
Homepage / Forum
Wertung: 




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