Jul 262010
 

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Die Automatenumsetzung von Hydro Thunder war einer der Launch-Titel für Segas Dreamcast 1999, später folgten Umsetzungen für N64 und die PlayStation. Über ein Sequel wurde Seitens Midway zwar nachgedacht, jedoch wurde nie eins produziert. 2009 kam der Titel H2Overdrive in die Spielhalle, welcher als geistiger Nachfolger gehandelt wird, da ein Teil des Original-Teams an der Entwicklung beteiligt war. Rein lizenzrechtlich gesehen ist Hurricane der offizielle Nachfolger, auch wenn ein komplett neuer Entwickler für die Fertigstellung verantwortlich zeichnet.

Doch vergessen wir diesen ganzen Wirrwarr für einen kurzen Moment: Hydro Thunder Hurricane könnte auch problemlos in einer Arcade zu finden sein. Die meisten Elemente des Vorgängers sind auch hier zu finden, u.a. die abwechslungsreichen und thematisch unterschiedlichen Strecken, die teilweise haarsträubenden Ereignisse und der typisch-übermotivierte Kommentator. Die Steuerung ist gewohnt arcade-lastig und präzise, glücklicherweise verdient der Schwierigkeitsgrad „Einfach“ dieses Mal auch seinen Namen.

Mehr Inhalt

Wo das Original schon auf der einfachsten Stufe bockschwer war, kann in der Fortsetzung (sofern man bei einem Rennspiel davon sprechen kann) selbst der ungeübte Spieler schnell erste Erfolge einheimsen. Auf der schwierigsten Stufe finden auch Profis eine langfristige Herausforderung. Im Vergleich zum Automaten stehen natürlich erheblich mehr Modi zur Verfügung. Zum einen eben die normalen Rennen gegen 15 Computergegner. In „Ring Master“ gilt es, möglichst fehlerfrei einen Parcours aus Ringen auf Zeit zu durchfahren. Bei „Gauntlet“ ticken ebenfalls die Sekunden der Uhr, statt anderer Boote liegen aber explosive Kisten an strategisch ungünstigen Positionen. Die Meisterschaft schließlich verbindet diese drei Rennarten zu einem Wettkampf über mehrere Events hinweg, wobei Punkte für Platzierungen vergeben werden. Alle diese Events finden auf den acht vorhandenen Kursen statt.

Für die ersten drei Plätze heimst man bei jeder Veranstaltung Credits ein, welche nach und nach neue Boote, Rennen und Skins freischalten, aber auch Achievements und Avatar Awards.

Online-Multiplayer

Insgesamt lassen sich im Einzelspieler fünfzig Trophäen verdienen, was auch dem hartgesottensten Profi einige Langzeitmotivation bringen dürfte. Wer es leid ist, gegen seelenlose CPU-Bötchen und die Zeit zu kämpfen, der kann natürlich auch online mit bis zu acht Menschen um die Wette rasen. Hier stehen zwei Modi zur Verfügung. Zum einen das ganz normale Rennen, zum anderen „Rubber Ducky“, eine Team-Veranstaltung in der ein Spieler mit dem Quietscheentchen fährt und seine Kollegen versuchen müssen, dieses vor der anderen Gruppe über die Ziellinie zu geleiten. Leider kann ich zu letzterem Modus wenig sagen, da bisher online noch zu wenig los ist. Allerdings ist es möglich, und das ist sehr löblich, dass bis zu vier Spieler an einer Konsole im Splitscreen mit nur einem Gold-Account zusammen online zocken können.

Ohne Boost nix los und zwei neue Elemente

Noch kurz ein paar Worte zum Gameplay. Verteilt über die weitläufigen Strecken liegen Nitro-Kanister in zwei Farben (blau = ca. 3 Sekunden, rot = ca. 9 Sekunden), beim einsammeln füllt sich eine Anzeige und auf Knopfdruck kommt dieser Vorrat zum Einsatz. Um erfolgreich zu sein gilt es freilich, den Boost an den richtigen Stellen einzusammeln und einzusetzen. Alle Kurse unterscheiden sich thematisch, wodurch die Optik sehr abwechslungsreich geraten ist. Neben vielen Abkürzungen verbergen sich auf jedem Kurs auch acht rotierende Hydro Thunder-Zeichen, bei deren Suche sich ein leichtes Entdecker-Feeling einstellt. Ebenfalls neu hinzugekommen ist ein Sprung, der sich bei gefüllter Turbo-Anzeige mit der X-Taste ausführen lässt.

Alles in allem ist Hydro Thunder Hurricane ein wirklich rundes Paket für Fans von Arcade-Racern. Das Geschwindigkeitsgefühl mit gedrücktem Boost ist super und die Welleneffekte wirken sich heftig auf die Boote aus. So etwas hat schon viel zu lange kein Rennspiel mehr geboten. Leider sehen die Wassereffekte bei näherem hinsehen nicht sonderlich toll aus, allerdings hat man während eines Rennens sowieso kaum Zeit, sich diese anzuschauen. Besonders gut gelungen ist dagegen das Feeling mit einem Boot unterwegs zu sein, nach einer Runde mit dem Game fühlt man sich so erfrischt, als wäre man gerade in den Pool gesprungen. Wer den Vorgänger mochte oder diese Gattung generell, der sollte sich diesen Titel nicht entgehen lassen!

Rating: ★★★★☆

Preis: 8,49€ (zum Marktplatz)

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Preis: 1.200 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Avatar Auszeichnungen (2), Spielerbilder

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