Sep 042010
 

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Einen charmanteren Titel-Screen als den von TTFFEE werdet ihr aktuell auf der Xbox 360 kaum finden. Das unverkennbare Display des ersten GameBoys erscheint und lässt euch mit einem Mal in wohlig-warmen Kindheitserinnerungen schwelgen. Diese halten im Bezug auf Optik und Akustik auch für die Dauer des Spiels an, denn alles wurde in der entsprechenden Palette gezeichnet und mit wunderbar acht-bittigen Tönen untermalt.

Entweder alleine oder zu zweit vor einer Konsole übernehmt ihr die Steuerung von Trixie und Troy, beide mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Ziel ist es, in einer verlassenen Burg alle Schätze zu finden und mit beiden Charakteren zu entkommen. Treasure Treasure: Fortress Forage: Extra Edition spielt sich wie ein reinrassiger Koop-Puzzle-Platformer, dessen Charme größtenteils in der Präsentation zu finden ist. Das Gameplay muss als (guter) Standard gewertet werden.

Eins und eins ergeben ein Ganzes

Trixie ist das agile Mitglied der Truppe und kann besonders hoch springen. Troy vermag es, Kisten zu verschieben und Bomben auf seiner Rübe zu transportieren. Während es in der PC-Version noch zwei getrennte Bildschirme gab und mit zwei Controllern gespielt werden musste, darf auf der Dreisechzig zwischen beiden Protagonisten umgeschaltet werden. Wenn sie sich weit genug voneinander entfernen, wird die Anzeige dynamisch geteilt, wie auf dem dritten Screenshots oben zu sehen ist. Kommen sie wieder zusammen, verschmilzt das Bild wieder zu einem einzigen.

Die ersten Schätze lassen sich noch relativ einfach einsacken, nur wer wirklich alle einundzwanzig finden möchte, muss gehörig die Gehirnwendungen arbeiten lassen. Es ist möglich, mit nur einer Figur und wenigen Schatztruhen das Schloss zu verlassen. Aber das beste Ende erhält nur derjenige, der alles findet und das Duo sicher zum Ausgang geleitet. Zum Glück gibt es keine Beschränkung auf Zeit oder Leben. Es ist aber möglich, irreparable Fehler zu machen, durch die sich nicht mehr alle Truhen erreichen lassen.

Mankos und Euros

Die einzige wirklichen Mankoa an TTFFEE sind demnach auch die recht kurze Spielzeit (maximal 30-60 Minuten) und der Fakt, dass man nicht speichern kann. So muss bei einem Fehler das gesamte Level noch einmal gespielt werden. Die Steuerung geht perfekt von der Hand und vor allem im Team mit zwei Leuten bereitet das Game großes Vergnügen. Auch wenn es die PC-Version für lau gibt, möchte ich euch doch bitten, den einen Euro für diese klar bessere Variante zu investieren und den Mann hinter dem Spiel damit für seine tolle Arbeit zu würdigen. Auf dass wir eines Tages einen in allen Belangen ausgebauten Nachfolger genießen dürfen.

Rating: ★★★★½

Preis: 80 Microsoft Points (zum Marktplatz)

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