Okt 042010
 

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Ihr glaub gar nicht wie schwer es war, zumindest vier Screenshots aufzutreiben die dem Spiel einigermaßen gerecht werden und nicht völlig mistig aussehen. Hier muss man der zuständigen Agentur ein großes Lob aussprechen, den eigenen Kunden so zu zerstümmeln, hat glaube ich vorher noch kaum einer geschafft. Dabei ist Blade Kitten ein wirklich sehr guter 2,5D-Platformer geworden, der einige angenehme alte Tugenden im Gameplay an den Tag legt und zudem noch gut zu den Augen ist. Das Spiel basiert auf einer (online) Comic-Vorlage mit gleichem Namen aus der Feder von Steve Stamatiadis („Space Captain Steve“), künstlerischer Leiter bei Titeln wie Flight of the Amazon Queen, Ty the Tasmanian Tiger oder Star Wars: The Force Unleashed.

Der leicht Fernöstliche-Stil ist sicher nicht jedermanns Sache, er kommt aber auch nur in den vereinzelten Zwischensequenzen wirklich zum tragen. Beim Gameplay bleibt man weitestgehend verschont davon, weshalb man sich auch uneingeschränkt auf die übrigen Aufgaben konzentrieren kann.

Es muss nicht immer [Name einer bekannten Serie hier einsetzen] sein

Die Story ist genauso generisch wie die Charaktere, beides haut weder Manga-Fans, noch alle anderen vom Hocker. Aber ihr seid ja nicht hier, um einen Film anzuschauen. Star der Show ist die Kopfgeldjägerin Kit Ballard, die eine Mischung aus Mensch und Katze darstellen soll. Dementsprechend verfügt sie auch über die Fähigkeit, die meisten Wände (außer Rohre und schwarze Kristalle) ohne Mühe zu erklimmen. Das Leveldesign geht hierauf freilich besonders ein, denn wer alle Verstecke in den dreizehn zum Teil wirklich riesigen Stufen entdecken will, der muss die akrobatischen Möglichkeiten von Kit voll ausschöpfen.

Puzzle im eigentlichen Sinne gibt es kaum, ab und zu muss mal ein Schalter betätigt werden, das wars dann aber auch schon. Der ganze Reiz liegt tatsächlich in der Entdeckung begraben, das Game macht es einem ansonsten ziemlich leicht. Gegner schaltet man die meiste Zeit per einfachem Knopfdruck aus, ein besonderes Combo-System existiert nicht. Es gibt kein Zeitlimit, unbegrenzt Leben, alle Nase lang einen Checkpoint und die Energie lädt sich automatisch wieder auf. Aufgelockert wird das Klettern, Springen und Hacken durch gelegentliche Reitausflüge, dem Sidekick Skiffy und zwei Bosskämpfe.

Gebt Kit Ballard eine Chance!

Das oberste Ziel eines Kopfgeldjägers ist natürlich die Beschaffung von Zählbarem. Man wird in Blade Kitten jedoch nicht nach Aufträgen bezahlt, sondern sammelt ganz genretypisch herumliegendes Geld ein. Hiermit lassen sich Lebens- und Spezialenergie erhöhen, bessere Schwerter erwerben und die Garderobe erweitern. So hart Kit auch zu ihren Gegner ist, bleibt sie doch ein Mädchen. Dementsprechend warten eine ganze Reihe Outfits darauf, vom Spieler gekauft oder freigeschaltet zu werden.

Wenn ihr euch im Internet auf anderen Seiten die Reviews anschaut, werdet ihr meist nur sehr schlechte Wertungen finden. Es sieht also ganz so aus, als würde Blade Kitten ziemlich polarisieren. Um es auf den Punkt zu bringen: Jeder der einen ordentlichen Platformer sucht, die heutzutage (zumindest auf PSN und XBLA) eher selten geworden sind, der muss einen Blick riskieren und sollte sich ein wenig Eingewöhnungszeit gönnen. Das Genre wird hier weder neu erfunden, noch mit besonders genialen Zutaten garniert. Dennoch macht Blade Kitten ordentlich Spaß, ist selten frustig und bietet einen sehr ordentlichen Umfang zu diesem Preis.

Rating: ★★★★☆

Preis: 7,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 7,99€ / $7,99

Homepage / PlayStation-Infoseite

Preis: 400 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Keine

Homepage / Forum

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