Mai 182011
 

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Durch Videospiele konnten wir schon in viele Rollen schlüpfen: Wir holten uns als Rennfahrer den Sieg in der Formel 1, kämpften an der Seite sowjetischer Soldaten im 2. Weltkrieg oder hüpften als italienischer Klempner durch eine Welt voll aggressiver Schildkröten. Solar bietet uns nun eine völlig neue Möglichkeit: Wir sind die Sonne!

Am Anfang war das Licht

Eure Spielwelt ist das Universum und eure Aufgabe ist es ein eigenes Planetensystem zu erschaffen und eure Sonne zum Wachsen zu bringen. Ihr bewegt euch in der Vogelperspektive durch eine offene Umgebung und es kann alles frei erkundet werden. Seid ihr zu Beginn des Spiels noch allein unterwegs, gesellen sich nach und nach Planeten zu euch. Ihr nehmt sie in euren Orbit auf, indem ihr einfach an ihnen vorbeifliegt und lasst eure „Spielfigur“ dadurch größer und komplexer werden. Um zu wachsen, absorbiert ihr die Planeten und erreicht damit eine neue Stufe. Erschwert wird das ganze von Asteroiden und feindlichen Sonnen, die euch zerstören und Planeten stehlen können. Die Hierarchie in eurem Sonnensystem lässt sich so erklären: die Sonne ist euer Herzstück, um welches herum sich Planeten ansammeln. Diese werden von Monden umkreist, welche aus eingesammelten Asteroiden entstehen.

Alles dreht sich um euch!

Wenn ihr einen Planeten aufgenommen habt, kann dieser, wie bereits erklärt, Asteroiden zu Monden werden lassen. Wenn ihr nun die A-Taste drückt, absorbiert der Planet einen Mond. Habt ihr dies oft genug getan entwickelt er sich weiter, bis irgendwann Leben auf ihm entsteht. Dies bedeutet, das er dann in bestimmten Intervallen kleine Raumschiffe aussendet, welche euch beschützen. Der Hauptnutzen der Planeten ist aber, sie durch die Sonne absorbieren zu lassen, was diese stärker werden lässt und im letzten Stadium sogar zu einem schwarzen Loch führt!

Das Spielprinzip ist schnell erlernt und ihr habt außerdem die Möglichkeit ein Tutorial zu spielen. Das Herzstück des Spiels ist der Sandbox-Modus und dieser macht deutlich, welches Ziel Solar verfolgt: keines. Ihr fliegt durchs Universum, sammelt Planeten, wachst heran, sammelt noch mehr Planeten und so weiter. Es gibt kein konkretes Spielziel und somit ist schnell die Luft raus. Nebenbei gibt es achtzehn kleine Aufgaben, mit denen ihr Optionen für den Sandbox-Modus freispielen könnt. Da sich die auf Ziele wie „Zerstöre achtzig Asteroiden“ oder „Sammel sechs Planeten“ beschränken, können die Aufgaben die Motivation nicht wirklich steigern und sind nur nettes Beiwerk.

Hier kommt die Sonne!

Am Ende bleibt ein interessantes Spielkonzept, welches etwas Neues bietet und euch zum Herumprobieren ermuntert. Durch die einfache Bedienbarkeit und die schöne musikalische Untermalung eignet sich das Spiel sehr gut für zwischendurch oder einfach nur zum Abschalten. Leider kann das Ganze nicht sehr lange motivieren, wenn euch aber frische Spielkonzepte interessieren, ist es definitiv einen Blick wert! Sein eigenes Sonnensystem zu gründen ist doch irgendwie schön.

Rating: ★★★☆☆

Preis: 80 Microsoft Points (zum Marktplatz )

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