Mai 252011
 

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Im Jahre 2009 erschien bei uns ein Spiel namens Section 8 im Handel und es versuchte, abseits der Einzelspieler-Kampagne, einen Mehrspieler-Modus mit einigen neuen Gameplay-Aspekten zu bieten. Das Spiel konnte nur mittelmäßige Kritiken einfahren und sich nicht gegen die Halo- oder Call of Duty-Konkurrenz durchsetzten.

Nun, knapp anderthalb Jahre später, versucht es das Entwicklerteam TimeGate Studios mit dem gleichen Konzept noch einmal, mit dem Unterschied, dass dieses Mal ausschließlich der Download-Markt aufgemischt wird.

Halo again, ich sag einfach Halo again…“

Das Setting von Section 8: Prejudice erinnert stark an das Halo Universum: Die Menschen kolonialisieren den Weltraum, die Soldaten werden von Transportschiffen abgeworfen und rennen in Sci-Fi-Kampfrüstung durchs exotische Terrain. Man könnte den Entwicklern unterstellen, auf der Halo-Erfolgswelle mitschwimmen zu wollen. Aber lieber gut geklaut, als schlecht selbst gemacht. Die Kampagne ist durchaus spielenswert und bietet einiges an Abwechslung. Die Story ist zwar sehr vorhersehbar und die Charaktere wirken wie aus einem schlechten B-Movie, dafür gibt es aber beim Gameplay und Missionsdesign nichts zu meckern. So rückt ihr beispielsweise mit einem Panzer gegen Feinde vor, baut einen Stützpunkt neu auf oder infiltriert mit einem Schafschützengewehr eine Basis eures Gegners. Über eine Dauer von ca. fünf Stunden werdet ihr super unterhalten, erwartet aber kein Meisterwerk in Sachen Storytelling.

Wie beim Vorgänger liegt der Kern des Spiels im Multiplayer. Bereits der Einstieg in ein Gefecht ist beeindruckend: Ihr spawnt nicht einfach irgendwo auf der Karte, sondern könnt euch einen beliebigen Punkt aussuchen, springt dann aus einem Transportschiff ab und rast im freien Fall Richtung Kampfgebiet. Das sieht cool aus, bietet taktische Optionen und … ach es sieht einfach geil aus!

Es werden euch drei verschiedene Modi geboten, in denen ihr wahlweise gegen Bots oder menschliche Mitspieler antretet: Angriff, Eroberung und Schwarm. Bei Angriff und Eroberung geht es hauptsächlich darum, die Stützpunkte auf der Karte zu erobern und dadurch zu Punkten zu kommen. Besonders erwähnenswert ist jedoch der Schwarm-Modus. Hier tretet ihr gemeinsam mit drei Freunden gegen die Feinde an, welche euch in bestimmten Intervallen – auch Wellen genannt – angreifen. Es ist wirklich sehr spaßig gemeinsam die eigene Basis zu verteidigen und nach jeder überstandenen Welle kurz aufzuatmen, um sich kurze Zeit später wieder in den Kampf zu stürzen. Im Laufe eines Matches werden die Gegner immer stärker, ihr habt jedoch einige Hilfsmittel zur Verfügung, die euch dabei helfen Gegenwehr zu leisten.

Mein Jetpack. Mein Mech. Mein Geschützturm.

Diese Hilfsmittel sind das Besondere an Section 8: Prejudice und sie werten das Gameplay ungemein auf. Ihr habt unter anderem die Möglichkeit ein Jetpack und den Geschwindigkeitsschub zu benutzen.

Das Jetpack gestaltet das Kämpfen um einiges dynamischer und ermöglicht euch hoch gelegene Orte zu erreichen. Der Geschwindigkeitsschub dient hauptsächlich zum schnellen Vorankommen auf der Karte, kann aber auch genutzt werden, um Gegner zu rammen. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit Equipment zur Unterstützung anzufordern. Hierfür benutzt ihr euer Geld, welches ihr durch Kills und Eroberungen erlangt, und nach kurzer Zeit wird das gewünschte Objekt von Transportfliegern abgeworfen. Unter anderem könnt ihr so Geschütztürme aufstellen, um die Gegner auf Distanz zu halten oder Versorgungspunkte errichten, um für Munitionsnachschub zu sorgen.

Ein großer Pluspunkt ist die Option Fahrzeuge zu steuern. Ihr habt hierbei die Wahl zwischen Hover Bike, Panzer und Mech. Diese werden auf die gleiche Weise wie die bereits erwähnten Objekte geordert, sind aber ein wenig teurer. Die Fahrzeuge ermöglichen noch einmal andere Taktiken und sorgen nebenbei für eine Menge Spaß. Es bringt sehr viel Freude, dem Feind mit einem Mech einzuheizen und die Schlacht vielleicht sogar zu drehen.

Nicht nur innen „hui“!

Die Technik hinter Section 8: Prejudice kann sich sehen lassen. Sowohl der Sound als auch die Grafik sind sehr gelungen und ich würde sogar so weit gehen, es eines der grafisch besten Spiele auf dem XBLA-Martktplatz zu nennen. Es gibt viele abwechslungsreiche Orte zu erkunden, darunter eine Eiswüste und eine Lavawelt, und auch die Explosionen und Animationen sehen sehr gut aus. Nur die Steuerung ist manchmal etwas hakelig, denn die Tasten sind teilweise schlecht belegt.

Auch wenn das Setting von Section 8: Prejudice Viele an Halo erinnern dürfte und der Umfang eines Call of Duty nicht erreicht werden kann, werdet ihr im Arcadebereich kaum Alternativen zu diesem Shooter finden. Die Kampagne ist zwar etwas billig inszeniert, bietet dafür aber viel Abwechslung. Der Hauptgrund sich das Spiel zuzulegen ist daher ganz klar der Multiplayer. Er ist sehr spaßig, bietet viele Möglichkeiten und wird euch und eure Freunde eine Weile vor den Bildschirm fesseln. Einziger Wermutstropfen ist die geringe Anzahl an Mitspielern auf den Servern, allerdings werden fehlende Mitstreiter automatisch durch Bots ersetzt. Section 8: Prejudice bietet euch großartige Unterhaltung und ist Online-Spielern definitv zu empfehlen.

Rating: ★★★★☆

Preis: 12,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 12,99€ / $14,99

Homepage / PlayStation-Infoseite

Preis: 1.200 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Avatar Auszeichnungen (2)

Homepage / Forum

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  • Buhuu

    Wow, die Screenshots sehen wirklich sehr nach Halo aus, doch der Artikel hat mich schon neugierig gemacht, habe absolut nix gegen B-Movie Plots. Danke dafür.