Okt 222011
 

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Endlich ist es soweit: Die Hg-Version von Mercury ist draußen. Nun darf ich diesen Klassiker in echter High…ähh…

Nein, bei diesem Spiel handelt es sich nicht um ein HD-Remake oder ähnliches, [Hg] ist das chemische Symbol für Quecksilber und darum dreht sich das Spiel. Die Anspielung auf die aktuelle HD-Re-Release Welle hat aber auch seinen Grund, denn Mercury Hg ist ein weiterer Ableger einer Serie, die vor allem auf der PSP mit Mercury Meltdown bekannt wurde.

[S]o macht C[He]mie Spaß!

In jedem der etwa 50 Level beginnt ihr als Quecksilberklecks und habt nur eine Aufgabe: das Zielfeld erreichen! Dies wird euch jedoch nicht einfach gemacht, denn es gibt etliche Hindernisse und einige kleine Rätsel zu lösen. So müsst ihr auf dem Spielfeld etwa Löchern ausweichen und Schalter aktivieren. Für das Aktivieren der Schalter muss häufig eine andere Farbe angenommen werden und so führt der Weg beispielsweise erst zur gelben Färbestation, dann zum gelben Schalter. Für wen das bis jetzt wie nach einem üblichen Geschicklichkeitsspiel klingt, liegt richtig. Und doch bietet Mercury Hg zwei Aspekte, die es von der Konkurrenz abheben.

Zum einem steuert ihr nicht eure Spielfigur, respektive den Quecksilberklecks direkt, sondern bewegt das ganze Spielfeld. Dieses schwebt sozusagen in der Luft und ihr könnt es kippen und neigen, wodurch der Klecks durch die Gegend rutscht. Durch die indirekte Steuerung wird das Navigieren schon etwas schwerer gemacht und ihr rutscht anfangs schnell mal über die Levelkante hinaus oder verpasst einige Boni.

[W]er mits[P]ielen will, muss flüssig [Se]in…

Die größte Besonderheit ist sicherlich der namensgebende Hauptakteur: das Quecksilber (engl. Mercury). Es ist das einzige Metall, das in seinem Normalzustand flüssig ist und so verhält es sich auch im Spiel. Dank einer guten Physikengine fließt und wabert euer kleiner Klecks über die Oberfläche. Wenn ihr mal teilweise über ein Loch oder die Levelkante rutscht, dann verliert ihr ein wenig eurer Masse, könnt jedoch weiterspielen. Aber nur wer das Ziel unversehrt erreicht, bekommt die volle Punktzahl! Im weiteren Spielverlauf trefft ihr noch auf Magnete, die euch anziehen oder abstoßen, bewegliche Plattformen und vieles mehr.

Außerdem könnt ihr euch aufgrund eurer flüssigen Form teilen, indem ihr gegen spitze Hindernisse rutscht. Dann habt ihr zwei kleine Quecksilberpfützen auf dem Spielfeld, die sich unabhängig voneinander bewegen. Dies ist für einige der Rätsel auch unbedingt nötig: So müsst ihr beispielsweise einen gelben Schalter aktivieren, habt aber nur die Möglichkeit euch Grün und Rot zu färben. Nun teilt ihr euch, färbt einen Klecks grün, den anderen rot, fügt euch wieder zusammen und seid nun, dank Farbenlehre, gelb! Ab zum Schalter und der Weg zum Ziel ist frei.

Die Chemie stimmt einfach!

Ein Level von Mercury Hg dauert nur wenige Minuten oder gar Sekunden. Trotzdem werdet ihr aufgrund der Vielzahl der Level und einigen Extra-Modi lange unterhalten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit in jedem Level Bonuspunkte zu ergattern, indem zum Beispiel keine Masse verloren oder alle Boni eingesammelt werden. Außerdem sorgeb eine weltweite Bestenliste und herunterladbare Geisterdaten, gegen die ihr antreten könnt, für Langzeitmotivation.

Mercury Hg macht viel Spaß, die einzelnen Level sind abwechslungsreich und fordernd. Immer wieder kommen neue Elemente ins Spiel und bieten eine neue Herausforderung. Auch wenn eure Chemiekenntnisse durch das Spielen nicht unbedingt verbessert werden, so bekommt ihr für den geringen Preis ein kurzweiliges Knobelspiel, bei dem vor allem euer Geschick gefragt ist.

Rating: ★★★★☆

Preis: 4,99€ / $4,99

Homepage / PlayStation-Infoseite

Preis: 400 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Keine

Homepage / Forum

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