Okt 242011
 

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Bei Bejeweled dreht sich alles um die „Zone“. Das ist nicht etwa irgend ein erfundener Bullshit aus The Fast and the Furios, sondern eine real existierende Befindlichkeit. Es gibt noch einige andere Spiele, mit denen ihr in diesen Rausch-ähnlichen Zustand verfallen könnt, doch selten spürt man sie so stark wie im PopCap-Suchtmittel. Vor dem Test war ich noch skeptisch, was mir in Zeiten von Puzzle Quest und Fantastilliarden Klonen das alberne Original noch bieten könnte. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Dabei hätte ich es eigentlich vorher wissen müssen, wenn die Meister selber Hand anlegen, dann entsteht auch Meisterliches.

Sieben Jahre nach dem zweiten Teil

Die ersten Minuten und Stunden verbringt ihr zunächst damit, die noch gesperrten Modi freizuschalten. Bis es soweit ist, verdient ihr einige Erfolge und Spiel-interne Abzeichen. Anfangs wunderte ich mich noch über die seltsamen neuen Spielarten. Poker, Schmetterlinge und Minen? Ein Quest-Modus? Es dauert seine Zeit, bis die wirklich fein ausgearbeiteten Zielsetzungen ihren ganzen Reiz entfalten. Insgesamt acht Stück stehen zur Verfügung, also sollte eigentlich mindestens eine für jeden dabei sein. Ich spiele am liebsten die Diamantenmine, den Eissturm kann ich gar nicht ab.

Doch wenn es dann einmal „klick“ gemacht hat, gibt es kein entrinnen mehr. Nach kurzer Zeit schlägt die Zone unbarmherzig zu. Sie beginnt in dem Moment, wenn ihr das bewusste Denken umgeht und die Signale direkt von den Augen an die Finger lenkt. In diesem Zustand reduziert sich die Realität auf sechs Farben, ihr seht die nächste Kombination wie ein Predator seine Beute. Unterstützt wird dieses leicht vergängliche Hochgefühl durch wahnwitzige Explosionseffekte und Kettenreaktion auf dem Bildschirm.

Dank dem üblichen Schnickschnak wie der weltweiten Bestenliste, haben ehrgeizige Spieler stets einen enormen Ansporn sich zu verbessern, denn wer lässt sich schon gerne von der Top-Position in der Freundesliste verdrängen?

Wo viel ist, kann auch viel begeistern

Das Schöne an Bejeweled 3 ist neben den wirklich tollen neuen Modi und der erstklassigen Inszenierung, vor allem die gebotene Vielfalt. Ihr spielt am liebsten den klassischen Endlosmodus, mit Punkten und Leveln, aber ohne Zeitlimit? Kein Problem. Ihr wollt den Zeitdruck? Lässt sich einrichten. Ein wenig gemütlich knobeln ist eher euer Ding? Schmetterlinge und Poker laden auch umstehende Freunde und Bekannte dazu sein, sich am Geschehen zu beteiligen. Wer ganz andere Aufgaben sucht, findet im Quest-Modus satte vierzig abwechslungsreiche Herausforderungen. Sogar eine Zen-Variante wird geboten, mit entspannenden Geräuschen und einem zuschaltbaren Atem-Taktgeber.

Wenn ihr einmal die flüssigen Effekte des dritten Teils bewundert habt, wollt ihr nie wieder zu einer früheren Inkarnation zurückkehren. Geschweige denn, einen der unzähligen mittelprächtigen Klone auch nur in die Nähe des Bildschirms lassen. Wenn ein Spielkonzept je zur Perfektion reifen kann, dann wohl am ehesten im Puzzle-Genre. Und Bejeweled 3 kommt dem schon verdammt nahe.

Rating: ★★★★½

Preis: 0,79€

Kompatibilität: iPad, iPhone, iPod touch

Homepage / App Store

Preis: 19,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 1.200 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Keine

Homepage / Forum

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