Nov 022011
 

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Dies ist ein Test der ersten öffentlichen Version von Voxatron, welches sich offiziell noch im Alpha-Stadium befindet. Heutzutage kann man sowas durchaus machen, ein unfertiges Spiel auf den Markt bringen und Geld dafür verlangen. Eigentlich ziemlich verrückt, oder? Eigentlich kauft ihr im aktuellen Zustand auch eher den komplexen Editor, als ein umfassendes Spiel. Doch das ist auch die Intention von Entwickler Lexaloffe, er will den User Generated Content derzeit in den Vordergrund stellen und ein möglichst umfassendes Tool zu Verfügung stellen, mit dem sich einfach komplette Spiele mit sehr unterschiedlichem Gameplay erschaffen lassen.

Derzeit ist schon ein kleines Abenteuer enthalten, welches ungefähr eine Stunde an den Bildschirm fesselt, und dieses soll Bestandteil unseres Reviews sein. Wer mehr über den Status der aktuellen Version wissen möchte, findet hier eine ausführliche Darlegung des Entwickler.

Get Ready For This

Voxatron ist ein Voxel-basierter Action-Platformer, mit fester Kameraperspektive. Ein Voxel ist der dreidimensionale Verwandte des Pixels, also ein einfaches Quadrat. Jedes Objekt im Spiel setzt sich ausschließlich aus Quadraten zusammen: die Gegner, Gebäude, Bäume, ja sogar Schneeflocken und Lavaflüsse. Das Gameplay erinnert an einen Dualstick-Shooter, allerdings wird zum schießen ein Knopf benutzt (nicht der zweite Stick) und wenn ihr diesen gedrückt haltet, bewegt sich die Figur seitlich und feuert in die aktuelle Blickrichtung. Der zweite Knopf ist zum Springen gedacht, einerseits weicht ihr so Angriffen aus, andererseits gibt es auch höher gelegen Ebenen zu erreichen und knifflige Sprungpassagen.

Ebenfalls erinnert wurde ich an Doom, denn erst wenn man einen Gegenstand aufnimmt – etwa ein Stück Schokolade – erscheinen die Gegnerhorden. Jeder Fiesling verfügt über eine eigene Angriffs-Strategie und so tödlich sie auch sein mögen, sie sehen einfach unglaublich knuffig aus. Da ist der mächtige Zentaur, der alles ihm im Weg stehenden kurzerhand zetrümmert, oder diese unglaublich nervigen „Rollmöpse“, die einem das Überleben zur Hölle machen. Dann sind da kleine Quadrate mit Augen, die entweder im Rudel auftauchen oder sich zu einer Menschen-ähnlichen Kreatur zusammentun. Hier wird schon viel Variation geboten, die in Zukunft sicher explosionsartig ansteigen wird.

The Magic Friend

Ähnlich wie bei einem der Lego-Titel von Travelers Tales, kann alles auf dem Bildschirm in seine Einzelteile zerlegt werden, nur dass diese hier um einiges kleiner sind. Einmal abgetrennte Voxel-Teilchen verschwinden aber nicht einfach, sondern machen es sich auf dem Boden des aktuellen Raums bequem. Sogar die erwähnten Schneeflocken bleiben so liegen und verändern das Terrain in Echtzeit. Apropos Raum: die Welt von Voxatron ist aufgeteilt wie in einem Zelda-Dungeon. Ihr arbeitet euch von Raum zu Raum vorwärts und müsst jeweils eine Aufgabe erfüllen. Meist lautet diese, alle Gegner zu pulverisieren, manchmal muss aber auch ein Schlüssel erreicht werden. Sollte zu irgend einem Zeitpunkt die Lebensenergie ausgehen, wird dies mit einer beeindruckenden Explosion quittiert und der aktuelle Raum muss nochmal von vorne begonnen werden. Checkpunkte gibt es keine.

No Limit

Und hier schließt sich der Kreis. Voxatron sieht nicht nur altbacken (aber verdammt cool) aus, es greift auch die guten alten Gameplay-Tugenden wieder auf. Mit anderen Worten: es ist ziemlich schwer und verlangt Pixel… pardon, Voxel-genaue Steuerung. Hin und wieder sorgt die Perspektive für ein wenig Probleme und das Gefühl, wo genau im Raum sich die Figur bei einem Sprung befindet, müsste noch verbessert werden. Aber alles in allem zeigt die Alpha schon ganz gut, mit welchen Abenteuern wir in zukünftigen Updates rechnen können. Alles hängt zum einen von der Kreativität der Nutzer ab und zum anderen mit welchen neuen Features der Editor ausgestattet wird.

Es zeigt sich deutlich, dass der Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind. Alles ist möglich. Der Held bekommt z.B. kurzerhand statt einer Wumme ein Schwert in die Hand, was durch den simplen Grafikstil optisch einfach zu bewerkstelligen ist und schon ändert sich die ganze Dynamik bzw. das Gameplay. Wenn ihr am Editor kein Interesse habt, könnt ihr trotzdem beim aktuellen Humble Bundle zuschlagen und bekommt alle zukünftigen Updates für lau.

Schaut euch auch unbedingt das Spiel in Bewegung an! Die optischen Genüssen sind auf Standbildern kaum zu vermitteln. Außerdem weiß die Musik wirklich zu gefallen.

Rating: ★★★★☆

Preis: $15 (geplanter Preis)

Betriebssystem: Windows, Linux, Mac OS X

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