Vor kurzem erst erschien eine Sammlung realer Flipper als Retail-Version mit dem Namen Williams Pinball Classics, welche in meinem Test hervorragend abschnitt. Vom selben Entwickler gibt es nun – neben den auf der Disc enthaltenen – häppchenweise neue Tische, über hundert (!) hat Farsight Studios für die nächsten Jahre versprochen. Erschienen ist The Pinball Arcade auf so ziemlich jeder aktuellen Konsolenplattform in der Milchstraße, wir durften uns die Version für XBLA anschauen und alle gemachten Angaben beziehen sich auch auf diese. Inhaltlich sollten alle Auskopplungen identisch sein.
“Wir lieben Flipper, Flipper, den Freund aller Kinder,”
Als Dreisechzig-Besitzer stellen sich sofort zwei Fragen: Lohnt sich die Anschaffung des Download-Titels, wenn ich die Retail-Disc bereits besitze und wie schlägt sich The Pinball Arcade im Vergleich zum Primus Pinball FX 2?
Im Preis-Leistungs-Verhältnis hat die Retail-Version ganz klar die Nase vorn. Für 20-25€ bekommt ihr nicht weniger als dreizehn Tische, dagegen stehen vier für ca. 10€ wenn ihr auf XBLA zuschlagt. Je nachdem, für welches Modell sich der Entwickler für die DLC-Flipper entscheidet (einzeln oder im Bundle, wurde noch nicht bekanntgegeben), besteht außerdem die Gefahr, sich Tische doppelt kaufen zu müssen. Der Preis für den Nachschub ist auch noch nicht bekannt, hier kann man aber von etwa 240 MSP pro neuem Pinball ausgehen.
Im Vergleich zu Pinball FX 2 wird eine andere Physik geboten, außerdem gibt es ausschließlich real existierende Tische. Spaß machen definitiv beide. Die wichtigsten Unterschiede zu Pinball FX 2 liegen in der Optionsvielfalt und den Community-Features. Letztere sind bis auf eine weltweite Bestenliste nicht existent, sogar der Mehrspieler ist auf lokale Sitzungen beschränkt. Auch in allen anderen Punkten zieht die Flipper-Spielhalle den Kürzeren: es steht nur das Nötigste zur Verfügung, noch nicht einmal die Lautstärke lässt sich regulieren. Evtl. schaffen zukünftige Updates hier Abhilfe.
“Große nicht minder, lieben auch ihn.”
Soweit also die Vergleiche, kommen wir abschließend zu den Stärken und Schwächen des Programms an sich. Da einige Tische ja bereits auf der Dreisechzig erschienen sind, könnte man meinen, bei der Portierung zum Download-Format könnte nicht viel schief laufen. Doch leider bleibt der Ball recht häufig irgend wo stecken und lässt sich selbst mit dem dafür vorgesehenen Menüpunkt nicht mehr frei bekommen. Frustriert bleibt hier nur ein Neustart und der Verlust aller bis dato erspielten Punkte. Solche Probleme sind mir bei der Disc keine untergekommen.
Auf der Habenseite verbucht The Pinball Arcade dagegen eine großartige Präservierung einer fantastischen physikalischen Spielerei, die leider dem Aussterben geweiht ist. Staunend sitzt man vor vielen Effekten und wundert sich, wie versiert die Mechanikmonster ihren spaßbringenden Dienst verrichteten. Bis ihr das Geld für einen echten Tisch zusammen habt, lohnt sich die Anschaffung der digitalen Umsetzung sicher. Doch wer wirklich ein Flipper-Fan ist, muss sich zwangsläufig eines Tages ein echtes dieser wundervollen Gerät ins Wohnzimmer stellen.
Wertung: 




Android-Version: 2.2 oder höher
Kompatibilität: universell
Betriebssystem: Mac OS X
Preis: 800
Microsoft Points (zum Marktplatz)
Unlockables: Keine
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Also ein echter Flipper ist heutzutage kaum mehr zu bezahlen. Und unabhängig davon, muss das Ding ja auch erstmal irgendwo stehen, und dann auch noch aufwendig in Betrieb gehalten werden. Allein von diesem Standpunkt aus lohnt es sich doch eher die digitale Variante zu kaufen…
Abgesehen davon machen die Flipper ziemlichen Spass. Auch wenn die sich vielleicht nicht ganz wie das original spielen ist die Simulation schon ziemlich gut. Und von der Physik her ist Pinball Arcade definitiv näher an einem echten Tisch, als Pinball FX 2…