Mai 022012
 

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Es gibt Spiele, an denen sitzt man ewig und es gibt Spiele für zwischendurch. Es gibt aber auch Spiele für zwischendurch, die aus einer kurzen Runde am Nachmittag schnell mal eine kleine Ewigkeit werden lassen, weil sie den Spieler mit Erfolgserlebnissen und Glücksgefühlen überschütten. Wer schon einmal Peggle oder Bejeweled gespielt hat, kennt das sicherlich. „Nur noch einen Level!“, „Da schaff ich doch einen höheren Highscore!“ und „Wirklich nur noch einen Level.“ sind die typischen Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, während der Neustart- oder Weiter-Button längst gedrückt ist. Auch The Splatters lebt von den Süchtigmachern „Kurzweil“ und „Belohnung“.

*Rutsch*, *Flutsch* und *Kawutsch*

Die Splatters sind glibberige Wesen, die wie ein Klumpen Knete aussehen. Man übernimmt die Rolle dieser grinsenden, wabbernden Batzen und muss sie möglichst spektakulär gegen Wände von kleinen 2D-Arenen klatschen. Mit dem Matsch der dadurch entsteht müssen kleine bombenartige Kugeln bedeckt und dadurch zum Platzen gebracht werden. Sind alle Kugeln in einem Level entfernt, hat man gewonnen. Am Anfang geschieht das noch recht einfach, so habt ihr etwa drei der namensgebenden Splatters und zwei Häufchen an Kugeln, zielt mit den Knetwesen an einen Punkt über den Kugeln und lasst es „splattern“, sodass der Matsch über die kleinen Bällchen regnet.

Im weiteren Verlauf wird es euch jedoch immer schwerer gemacht, das vermeintlich einfache Ziel zu erreichen. Ihr bekommt mehrere Splatters mit verschiedenen Farben, die nur Kugeln mit derselben Farbe zum Platzen bringen können. Außerdem werden die Arenen immer kniffliger, ihr müsst Rampen nutzen, um Schwung zu holen, euch gegen Stacheln schießen, um besser rumzumatschen und kleine goldene Klumpen einsammeln, um höhre Punkte zu erreichen. Zudem bekommt ihr neue Fähigkeiten mit denen ihr den bunten Batzen in der Luft noch einen Schub verpassen dürft oder eine Art Zeitmanipulation betreiben könnt, durch die ihr zwar euren Splatter vor- und zurückdrehen könnt, die Welt um euch herum aber ganz normal weiterläuft.

Splatter ohne Altersbeschränkung

Schon nach kurzer Zeit stellt sich bei The Splatters der bereits beschriebene Nur-noch-ein-Level-Effekt ein. Dafür sorgen nicht nur die tolle Spielbarkeit, das kurzweilige Spielprinzip sondern auch die nahtlosen Übergänge zwischen gescheiterten Versuchen wie in Super Meat Boy. Ähnlich wie bei diesem Platformer hinterlassen die knuddeligen Splatters außerdem Spuren in einem Level, die bei einem neuen Versuch erhalten bleiben. So hinterlasst ihr nach mehreren Versuchen oftmals eine kleine Sauerei in einem Level und die Mattscheibe wird zur Matsch-Scheibe. Unterstützt wird das ganze noch durch eine tolle „Glibberphysik“, die ähnlich gut wie in Puddle funktioniert.

Bei The Splatters macht jeder Matschklumpen an der Wand Spaß und lädt zu immer neuen rumprobieren mit Kombos und Fähigkeiten für einen besseren Highscore ein. Nach der recht langen Tutorial-Kampagne, erwarten euch noch zwei zusätzliche Modi, bei denen ihr unter anderem bestimmte Fähigkeiten einsetzten MÜSST, um einen Level zu absolvieren. Zudem habt ihr mit „Splatter TV“ die Möglichkeit, eure Erfolge in Videoform mit anderen Spielern zu teilen bzw. könnt euch ansehen, wie andere Spieler ein Level angehen und so euer Können perfektionieren. The Splatters ist eine kunterbunte Spielwiese die uns in eine Welt entlässt, in der wir wie Kinder herummatschen, werfen und alles einsauen können, aber dennoch ordentlich Gehirnmasse brauchen, um alle Herausforderungen zu bestehen. Etwas festes im Kopf ist also angebracht, um für Matsch auf dem Bildschirm zu sorgen.

Rating: ★★★★☆

Preis: 800 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: Avatar Auszeichnungen (2)

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