Jun 122012
 

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Der Getränkehersteller Red Bull mischt mittlerweile in vielen Sportarten mit. Ob Formel 1, Kunstflug, Staffellauf oder beim Freestyle Motocross, immer öfter sieht man die roten Bullen bei sportlichen Events. Letztere Sportart bekommt nun eine Versoftung spendiert, genauer gesagt die zu Red Bull gehörenden X-Fighters Wettkämpfe. Diese finden in Stierkampfarenen auf der ganzen Welt statt und es geht darum, dass Fahrer mit ihren Motorrädern viele verschiedene, waghalsige und überraschende Tricks vollführen und dabei auch die Arena möglichst gut mit einbinden. Das klingt als Vorlage für ein Videospiel erst einmal nicht schlecht, denn mit fahrbaren Sportgeräten Tricks vollführen hat schon bei Tony Hawk’s Pro Skater, SSX und vielen weiteren Genrekollegen Freude gebracht!

Ich geb’ Gas aber es kommt kein Spaß…

Red Bull X-Fighters führt euch mit einem Tutorial in die Materie ein, in dem ihr alle Grundlagen kennenlernt. Mit dem A-Knopf wird Gas gegeben und ihr fahrt auf vorgegebenen Pfaden, ähnlich wie in Trials HD , entlang. Kommt ihr an eine Sprungschanze, dann dürft ihr Tricks vollführen. Im Tutorial probiert ihr einen einfachen Backflip aus, wohingegen im späteren Spielverlauf noch halsbrecherische Stunts ausgeführt werden können.

Nach dem Erlernen der Grundlagen eines jeden Motocrossfahrers werdet ihr auf die verschiedensten Pisten in der ganzen Welt geschickt. Es geht von London über Paris, nach Madrid, Moskau und einige weitere Arenen. Diese Orte verstecken sich hinter verschiedenen Spielmodi wie beispielsweise einer Welttournee. Unterschiede zwischen den Modi konnte ich aber nicht entdecken. Die Orte bleiben dieselben und es gibt nur zwei verschiedene Varianten, in denen eine Arena angegangen wird. Entweder müsst ihr Tricks vollführen und eine bestimmte Punktzahl erreichen oder ihr müsst in einer vorgegebenen Zeit von A nach B fahren. Manchmal werden euch zusätzlich zwei Tricks aufgebrummt die ihr vollführen müsst, um den aktuellen Kurs erfolgreich abzuschließen.

Schnelle Bikes, schnelle Langeweile, schnelles Ende

Leider sind die Tricks, die den Hauptteil des Spiels einnehmen, auch das Schlechteste daran. Zum einen wirken die auszuführenden Tastenkombinationen völlig überladen. So muss man für die meisten Tricks fünf verschiedenen Tasten gleichzeitig drücken. Das Resultat davon ist, dass man seine Finger am Xbox 360-Controller verkrampft, um im einen Moment noch mit der A-Taste Gas zu geben und im nächsten Moment die RB, LB, RT, B- und Y-Taste gleichzeitig für einen Trick betätigt. Das hat nicht sehr viel mit Geschick, Können oder gar Spaß zu tun. Zum anderen merkt man recht schnell, dass zwei verschiedenen Tricks, von den oben erwähnten “Zwangstricks” abgesehen, vollkommen ausreichen, um jedes Event erfolgreich zu absolvieren. Somit stellt sich ziemlich schnell Routine ein, da man nicht motiviert wird, viele verschiedene Tricks auszuprobieren.

Zu dem unglücklichen Stuntsystem gesellen sich aber noch viele andere Schwächen, die euch dazu bringen werden, Red Bull X-Fighters schnell abzuschalten. Die Metropolen und ihre Arenen wiederholen sich sehr schnell, die immerselben Ziele bringen euch zum Gähnen und einfallslose, repetitive Musik lässt einen entnervt zurück. Da helfen dann auch sechs verschiedene Motorräder und Fahreroutfits nicht, die Motivation zu steigern. Wenn es aber jemanden geben sollte, dem das alles egal ist, dann ist das Spiel trotzdem nach etwa 45 Minuten beendet. Masochisten oder Motocross-Freaks können dann zwar noch versuchen auf allen Strecken einen goldenen Pokal zu erreichen, ich denke aber nicht, dass das bis jetzt ein Mensch auf der Welt erreichen wollte, geschweige denn erreicht hat. Am Ende ist Red Bull X-Fighters das Gegenteil von dem Getränk, das dahinter steht: zum Einschlafen langweilig.

Wertung: ★½☆☆☆

Preis: 9,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 800 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: keine

Homepage / Forum

 

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