Sep 202012
 

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Der Trend in der Videospielindustrie ist erkennbar: dicke Wummen und große Explosionen. Anscheinend verkaufen sich Spiele, in denen überwiegend rumgeballert wird, derzeit noch am Besten. Da ist es doch schön, wenn mal jemand etwas anderes wagt. Hinter dem sperrigen Titel Kung Fu Strike: The Warrior’s Rise verbirgt sich ein Spiel, in dem Gegner nicht unablässig von Kugeln durchsiebt, sondern ununterbrochen von Handkantenschlägen und Fußtritten malträtiert werden. Das ist doch mal eine willkommene Abwechslung!

Kung Fu und Un Fug

Ich weiß gar nicht so recht was ich zu Kung Fu Strike schreiben soll. Irgendwie wirkt das Spiel an allen Ecken und Enden völlig beliebig und belanglos. Ich kann noch nicht einmal genau sagen, worum es in dem Spiel geht, denn die gezeichneten Bilder, die die Story erklären, ließen mich oftmals ziemlich ratlos zurück. Irgendein Krieger geht da in ein Dojo und will den Geschäftsführer sprechen, warum weiß ich schon nicht. Es folgt eine Schlägerei, die Begegnung mit dem Dojoboss, dann kommen irgendwelche Rebellen, Superschwertmeister und riesige Riesen.

Eigentlich sollte es ja egal sein, dass man bei einem 3D-Beat’em Up die Hintergrundgeschichte vernachlässigt hat, wenn man das nicht auch mit dem Spielspaß und der Abwechslung gemacht hätte. Man prügelt sich durch eine Arena, bekommt zwischendurch eine Zwischensequenz, bestehend aus vier Standbildern zu sehen und kloppt sich dann weiter auf dem nächsten Kampfplatz. Es wird tatsächlich nur gekämpft, gekämpft, gekämpft und es gibt keinerlei Geschicklichkeits- oder Sprungpassagen. Die einzige Abwechslung besteht in Endgegnerkämpfen gegen besonders große, starke oder schnelle Gegner.

Sorry für die Story

Die Kämpfe sind einigermaßen gelungen. Man muss Techniken zu Kombos verbinden, blocken und Gegnern ausweichen. Dabei kann man mit den Beinen und Armen agieren, in die Luft springen und Spezialattacken einsetzen. Zwar ist die Kollisionsabfrage manchmal etwas ungenau aber alles in allem funktioniert die Steuerung recht gut. Schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad sind die Kämpfe aber ordentlich fordernd. Für einige Level brauchte ich mehrere Anläufe und war teilweise sehr gefrustet. Immerhin wurde ich immer wieder mit einer schönen Bilderserie belohnt und verstand die Geschichte immer weniger. Für jeden erfolgreichen Kampf und erledigten Gegner gibt es neben den lahmen Storyfetzen außerdem Münzen. Diese Münzen können in neue Attacken oder Ausrüstungsgegenstände investiert werden und verbessern so euren Charakter.

Kung Fu Strike: The Warrior’s Rise ist nicht grottenschlecht, aber auch nicht gut. Es plätschert vor sich hin, schickt den Spieler von Kampf zu Kampf und lockert das etwas eintönige Geschehen durch neue Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände auf. Wer Lust auf stumpfes Gekloppe und zu viel Zeit und Geld hat, bekommt hier seine Zeit herum und kann lokal sogar mit einem menschlichen Mitstreiter in die Kampfarenen steigen. Das könnte dieser aber durchaus als Zwang zur Langweile ansehen.

Rating: ★★☆☆☆

Preis: 7,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 800 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: keine

Homepage / Forum

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  • zorg

    Was für eine willkommene Abwechslung… -.-

  • Pssst, Freeware 7,99€ 😉

  • Korrigiert, danke!