Feb 272013
 

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Kann man bereits vor Veröffentlichung sagen, dass ein Videospiel schlecht wird? Vielleicht wenn man den Namen hört? Special Forces: Team X klingt etwas sperrig, aber da hatten wir schon ganz andere Namen, hinter denen dann Spielspaß stand. Eventuell aber, wenn man weiß, um was es geht? Third-Person-Shooter. Naja, sicherlich nichts Neues, aber vielleicht ganz nett. Ein wichtiger Indikator ist wohl der Entwickler. Zombie Studios?! Nie gehört … was haben die denn gemacht? Zwei Spiele zu den Saw-Filmen und den Shooter Blacklight. Oha, ganz sicher bin ich nicht, aber ich glaube, hier erwartet mich nichts Gutes.

Ich treff‘ dich, ich treff‘ dich nicht. Ich treff‘ dich, ich treff‘ dich nicht…

Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Spiel und diese wurden auch voll und ganz erfüllt. Special Forces: Team X ist ein Third-Person-Shooter, wie er durchschnittlicher nicht sein kann, obwohl er einige Besonderheiten zu bieten hat. Diese Besonderheiten sind aber nicht wirklich toll gelungen und zum Teil sogar negativ. Fangen wir mit dem größten Manko an, das die meisten Spieler dazu bringen wird, dieses Spiel nie anzufassen: Es ist nur möglich online im Multiplayer zu spielen. Es gibt keine Möglichkeit gegen Bots anzutreten und nicht einmal ein Tutorial oder ein Trainingsparcour wird offline geboten. Man muss sich also in die Lobby einklinken und nach mehreren gescheiterten Versuchen einem Spiel beizutreten, darf man dann auch meist loslegen, wenn der Server mitspielt. Als Erstes sticht einem die Grafik ins Auge, die nicht so einfach definierbar ist. Ich kann nicht sagen ob das schon oder noch Cel-Shading ist. Es sieht irgendwie so aus als wären Gears of War und Borderlands im Drogenrausch übereinander hergefallen.

Und so spielt sich das Ganze dann auch. Zwar funktioniert das laufen und „In-Deckung-gehen“ ganz gut, beim Zielen und Treffen hatte ich dann aber arge Probleme. Die Steuerung ist ziemlich hakelig, unpräzise und brachte mich oftmals zur Verzweiflung. Schlimmer ist nur noch, dass Treffer nicht gleich bedeuten, dass man auch als Sieger aus dem Kampf hervorgeht. Trifft man trotz schwammiger Steuerung einen Gegner, dann purzeln bunte Zahlen aus seiner Flecktarnjacke, er selber bleibt aber unbeeindruckt stehen. Auch nachdem ich ganze Magazine in meine Gegenspieler gejagt hatte, sah ich sie nicht umkippen, dafür aber einen Haufen dreistelliger Zahlen aus seinem Helm fliegen. Für einen schnellen Multiplayer-Shooter ist es meiner Meinung nach nicht sehr vorteilhaft, wenn nur drei Schüsse aus Scharfschützengewehren und Granaten tödlich sind.

Ballern wie in Buxtehude und Cel-Shading aus Celle

Wenn man dann mal eine Runde hinter sich gebracht hat, neben Team-Deathmatch gibt es auch noch andere Klassiker wie Capture-the-Flag oder Domination, gibt es Erfahrungspunkte. Man wird für den Gesamtsieg, Abschüsse und Zusammenarbeit im Team belohnt und darf bei einem Levelaufstieg neue Ausrüstung freischalten. Neben optischen Änderungen, wie Hut, Hose oder Sonnenbrille darf man auch neue Waffen und Ausrüstungen freischalten. Da gibt es dann mal ein neues Visier für das Maschinengewehr oder ein größeres Magazin für die Pistole. Unter anderem könnt ihr auch ein paar Schäferhunde freischalten, die ihr dann für eure nächsten Einsätze in den Rucksack steckt. Wenn der Gegner aber nicht gerade vor eurer Nase steht, bleiben die Kläffer nach nur zwei Metern einfach stehen, wahrscheinlich haben die auch keinen Bock sich bei so einem Spiel auch noch anzustrengen.

Ein weiteres MEGA-Feature hätte ich fast noch vergessen: Man kann vor jedem Match entscheiden, wie die Karte aussieht! Dazu wählt man drei Bausteine aus und die mit den meisten Stimmen werden dann zu einer „einzigartigen“ Karte vereint. Unglücklicherweise sind sich die Bausteine so ähnlich, dass man bereits nach der dritten Onlinepartie alles gesehen hat. „Überdachtes Lagerhaus“, „Offenes Lagerhaus“, „Baustelle“ und „Baustelle 2“ sehen halt immer gleich aus, ob nun von links nach rechts oder von rechts nach links angeordnet. So richtig kann Special Forces: Team X also mit keinem seiner Alleinstellungsmerkmale punkten, denn sie sind entweder nicht richtig durchdacht oder schlecht umgesetzt. Und falls doch jemand etwas mit schwammiger Steuerung, 08/15 Optik und stumpfem Geballer anfangen kann, wird man durch Onlinezwang endgültig abgeschreckt und ich bezweifle, dass sich in zwei Monaten noch Mitspieler auf den ziemlich instabil laufenden Servern finden lassen.

Rating: ★★☆☆☆

Preis: 8,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 400 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: keine

Homepage / Forum

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