Sep 082013
 

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Eigentlich werde ich gern anspruchsvoll unterhalten. Egal ob bei Büchern, Filmen oder Videospielen, mein Gehirn soll etwas zu tun haben und nicht stumpf berieselt werden. Manchmal aber – man möge mir verzeihen – möchte ich ganz einfach nur primitiv Spaß haben. Da lese ich dann gerne mal ein Buch von Helge Schneider, schaue mir im Kino an, wie riesige Roboter noch größere Monster verprügeln oder schlüpfe im Videospiel in die Rolle eines Helden, der mit einem Sturmgewehr alles Böse von der Welt verjagt. Ballern, ballern, ballern und dabei Spaß haben! Ja, so etwas will ich manchmal und nach dem enttäuschendem The Expendables 2 machte Narco Terror den Anschein, es könnte mir genau das geben.

Wenn kaputte Kisten und Fässer das Portemonnaie füllen…

In Nacro Terror darf ich in die Rolle eines Agenten schlüpfen, der ein Drogenkartell zerschlagen möchte und gleichzeitig seine Tochter aus den Fängen des Anführers befreien muss. Bevor es in den Dschungel und in unterirdische Raketenanlagen geht, stürme ich mit einer Pistole erst einmal ein Hafenviertel und schieße alle bösen Jungs, die sich mir in den Weg stellen, nieder. Wie in jeden klassischen Zweistick-Shooter feuere ich ununterbrochen auf alles, was sich bewegt und muss mir keine Gedanken über die Munition machen. Manchmal finde ich auch etwas Brandmunition, die mir den Kampf noch etwas leichter macht. Bei größeren Gegnergruppen werfe ich einfach mal eine Granate, wenn ich denn eine dabei habe. Doch nicht nur Gangster bekommen meine Kugeln zu spüren, auch Kisten und Fässer mach ich kaputt, denn manchmal gibt es dafür Geld. Und mit diesem Geld mache ich meine Waffen noch umwerfender, sodass mir nicht nur niemand etwas anhaben kann, sondern überhaupt niemand! Neben der Pistole, gibt es noch eine Schrotflinte, ein Maschinengewehr und eine Gatling-Gewehr zum aufrüsten und ballern.

Auf dem Blatt klingt Narco Terror also ganz gut: Ununterbrochen ballern, vier aufrüstbare Waffen und ununterbrochen ballern. Jedoch schafft es das Spiel nicht, kurzweilig genug zu sein, um das platte Spielprinzip wettzumachen. Andere Shoot’em Ups schaffen das durch eine eingängige Steuerung, fordernde Kämpfe, abwechslungsreiche Locations und Humor. Narco Terror besitzt nicht eines dieser Attribute. Möchte man schnell die Waffen wechseln, bricht man sich fast die Finger und Granaten treffen nur selten das gewünschte Ziel. Die Kämpfe sind größtenteils viel zu einfach und sind sie das einmal nicht, dann nur, weil sie übertrieben unfair sind. Den größten Teil des Spiels latscht Agent Übermächtig entweder durch grün-braunes Dschungelgebiet oder grau-braune Bunkeranlagen. Und Humor hat das Ganze so wenig, dass man denken könnte, das Spiel nimmt sich ernst.

Ob du am Boden, in der Luft oder auf dem Wasser bist – dieses Spiel ist richtig Mist.

Der Versuch das Spiel mit Flugzeug- und Bootsmissionen abwechslungsreicher zu gestalten ist meiner Meinung nach gelungen; es ist halt mal was anderes zu fliegen, als zu laufen. Die Sportflugzeuge steuern sich allerdings wie Panzer und haben auch die gleiche Schussfrequenz. Den Booten ergeht es nicht anders. Die Fahrzeugmissionen können das Spiel ebenso wenig retten, wie der Zweispieler-Modus. Mein Mitspieler war nach fünfzehn Minuten Spielzeit schon am Ende und wollte nicht mehr. Ich konnte ihn jedoch zum Durchhalten animieren, denn ich dachte immer: „So schlimm kann es doch nicht sein. Da kommt noch was!“. Zum Glück haben wir durchgehalten, denn nun kann ich mit reinem Gewissen sagen: Narco Terror ist grottenschlecht.

Rating: ☆☆☆☆☆ (Ja, tatsächlich 0/5!)

Preis: 9,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 9,99€ / $9,99

Extras: Hirnverbrennung

Homepage / Sony Entertainment Network

Preis: 800 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: keine

Homepage / Forum

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