Sep 112013
 

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Fast zeitgleich wurden dieses Jahr zwei Neuauflagen alter Disney-Platformer veröffentlich, mit denen wohl die wenigsten gerechnet hätten. Während DuckTales: Remastered auf einem 8-Bit-Titel basiert und sich sehr nah an das Original hält, ist Castle of Illusion eher eine Neuinterpretation der (leider) 16-Bit-Vorlage. Leider deshalb, weil ich die Mickey-Spiele für das Master System spielerisch besser finde, als die Mega Drive-Auskopplung.

Ein Fall für Mickey

Im Vergleich zu damals muss unser Mäuserich nicht mehr sein Popöchen per Knopfdruck ausfahren, bevor er auf einem Gegner landen darf. Heute genügt ein einfacher Sprung. Im Gegensatz zu DuckTales: Remastered ist die gesamte Grafik in 3D realisiert, das Gameplay findet aber ebenfalls (größtenteils) auf zwei Achsen statt. Thematisch finden wir alle Areale von einst wieder: vom Wald, über die Bibliothek, bis hin zum Spielzeugland ist erneut alles vertreten. Und in diesem Bereich spielt das neue Castle of Illusion auch sein Stärken aus.

Alle Themen sind so wunderschön in Szene gesetzt, dass wir hier das bisher atmosphärisch dichteste Disney-Spiel bewundern dürfen. Leider mussten sich Spielbarkeit und Leveldesign den optischen Ergüssen unterordnen. Viele Stellen lassen sich nicht beim ersten Mal meistern, weil nicht ganz klar ist, wohin gesprungen werden soll. Sobald wir uns in die Tiefe bewegen können, wird es sogar noch schlimmer. Diese Passagen bringen keinerlei Mehrwert, sondern sorgen für den Verlust der meisten Leben.

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Castle of Dellusion

Abgesehen von diesen gut gemeinten aber leider dämlichen Gimmicks, spielt sich das Castle of Illusion aus dem Jahr 2013 besser als das aus dem Jahr 1991. Das sollte aber auch die Mindestvorgabe gewesen sein. Zu viel mehr reicht es leider nicht. Mickey stolpert durch ein ordentliches, recht kurzes Spiel, das weder durch tolle Ideen, noch durch eine großartige Spielbarkeit glänzen kann. Entdeckernaturen freuen sich über gut versteckte Objekt, deren Einsammeln für diverse Erfolge notwendig sind. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich an den Bestenlisten probieren und die Level auf Zeit und Punkte angehen.

Aufgrund des schwachen Leveldesigns macht das jedoch recht wenig Spaß. Fans des Originals können durchaus einen Blick riskieren, für alle anderen gibt es spielerisch einen ganzen Berg erheblich besserer Platformer da draußen.

Rating: ★★★☆☆

Preis: 12,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 12,99€ / $14,99

Extras: keine

Homepage / Sony Entertainment Network

Preis: 1.200 Microsoft Points (zum Marktplatz)

Unlockables: keine

Homepage / Forum

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