Feb 212014
 

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Auf den ersten Blick fällt bei Eldritch der stark ausgeprägten Minecraft-Look auf. Spieltechnisch bewegen wir uns aber auf einem ganz anderen Gebiet. Zwar werden die Welten auch hier per Zufall generiert, sie sind mit ihren 4x4x4 Parzellen kleinen Dungeons allerdings geradzu klaustrophobisch im Vergleich. Mithilfe von Dynamit können Raumbegrenzungen weggesprengt werden, wodurch geheime Stellen entdeckt oder Abkürzungen geschaffen werden. In Eldritch wird aber nichts gebaut. Es wird einzig getötet und gestorben.

Minimalismus pur

Jedes Abenteuer beginnt in der Bibliothek, in der herumliegende Bücher das Tutorial ersetzen. Eine Schatztruhe stellt aufbewahrtes Gold spiel- und ebenenübergreifend zur Verfügung. Drei Bücher teleportieren in die Gewölbe, in denen wir jeweils ein Artefakt bergen müssen. Gesteuert wird wahlweise mit Maus und Keyboard oder mit einem Controller, wobei mir letztere Option eindeutig mehr zusagt.

Die Spielmechanik ist sehr sehr einfach gehalten. Ihr tragt maximal einen Zauberspruch, zwei Gegenstände in der Hand und drei im Rucksack. Zwei grundsätzliche Entscheidungen muss der Spieler pro Stockwerk treffen. Laufe ich direkt zum Ausgang (mit Besitz des Kompasses ist dieser stets sichtbar) und pfeife auf die Schätze oder erkunde ich die Gegend, aber riskiere etliche Feindbegegnungen? Durchsuche ich Leichen nach Wertsachen (dann werden sie wiederbelebt) oder lasse ich sie in Frieden ruhen?

Hin und wieder darf ein spärlich bestückter Laden aufgesucht werden. Hier wird entweder mit Gold bezahlt oder – Spelunky lässt grüßen – wir lösen unseren Fünf-Finger-Rabatt ein und tolerieren dafür einen Verkäufer, der uns nach dem Leben trachtet.

Eigentlich, ja eigentlich…

Es ist schon seltsam, in der Theorie müsste mir Eldritch total liegen. Ich mag die Präsentation und die unheilvolle Atmosphäre. Trotz der relativ kleinen Areale, gibt es erstaunlich viel zu entdecken, wenn der Zufallsgenerator es denn will. In der Praxis jedoch, auch nach etlichen Versuchen, vermag es mich nicht in seinen Bann zu ziehen. Ich habe intensiv überlegt, woran das wohl liegen könnte. Vielleicht fehlt mir ein wenig die Charakter-Entwicklung? Ein breiteres Arsenal und Inventar könnten sicher auch nicht schaden.

Wie dem auch sei, ich bin mir sicher, dass Eldritch seine Freunde finden wird, denn schlecht ist es auf keinen Fall. Wenn ihr bei dem Gedanken an ein sehr simples Roguelike aus der Egoperspektive feuchte Finger bekommt, gebt dem Spiel mal eine Chance.

Rating: ★★★☆☆

Preis: 11,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows, Mac OS X, Linux

Getestete Version: Build 346

Homepage / Forum (Steam)

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