Mrz 162014
 

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Der Winter naht. Wohl dem, der in weiser Voraussicht genügend Nahrung und Brennmaterial eingelagert hat. Banished erweist sich als komplexe Aufbausimulation mit deutlichen Schwächen im Endgame.

Mit einer handvoll Bewohnern und einem je nach Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger gefüllten Lager und Wohnhäusern startet Banished konventionell. Als erste Hürde erweist sich das nackte Überleben: Wer in der Startphase nicht rechtzeitigt genügend Nahrung sammeln, jagen oder anbauen lässt, schickt seine Verbannten direkt ins Grab. Das Nahrungssystem wirkt ein wenig krude: Entgegen allem Realismus ist Landwirtschaft deutlich ineffektiver als das steinzeitliche jagen und sammeln: Die Ernte ist zyklisch und während das Sammeln mehrere Arten von Nahrung bereitstellt und damit die Bewohner gesünder und glücklicher macht, sorgt die Einrichtung von Waldgebieten neben einem kontinuierlichen Strom an Nahrung auch für genügend Holz und damit Brenn- und Baumaterial.

Eine faszinierende Eigenschaft von Banished ist die generelle Instabilität der eigenen Siedlung. Wer es etwa verpasst, genügend neue Wohnhäuser zu errichten, steuert auf eine überalternde Gesellschaft und damit unweigerlich auf den Untergang hin. Besonders fies ist es, plötzlich ohne Werkzeug dazustehen – die Effektivität der Arbeiter nimmt daraufhin rapide ab, der Hungertod kann eine Konsequenz sein. Finden sich am Anfang noch oberflächliche Erz- und Steinvorkommen, müssen diese später recht ineffektiv in Steinbrüchen und Minen abgebaut werden, zusätzlich ist die Errichtung dieser Minen teuer und zeitaufwändig. Im Gegensatz zu anderen Aufbausimulationen ist es in Banished kaum möglich, sich auf seinen Erfolgen auszuruhen.

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Statistiken und die eigene Produktion im Auge zu behalten ist von fundamentaler Bedeutung. Diese sind dem Spieler aber erst nach dem Bau des Rathauses zugänglich. Dafür sind dann ausführliche Statistiken zu Produktion, Verbrauch und Lagerbestand ersichtlich. Wer es schafft, den größten Hürden auszuweichen, wird nach etwa vielen Stunden mit einer großen, florierenden Siedlung bewohnt – sind alle Saatarten erworben, alle Bewohner wohlgenährt und zufrieden, gibt es allerdings nichts mehr zu tun. Außer vielleicht, die recht hübsche Optik des Spieles zu bestaunen und dann ein neues Spiel zu starten. Damit bleibt Banished ein faszinierendes, recht ausgefuchstes Stück Software, welches ein wenig mehr Langzeitmotivation nicht schaden würde. Eine größere Auswahl an Gebäuden und der angekündigte Mod-Support könnten da Abhilfe schaffen.

Rating: ★★★★☆

Offizielles Forum

Preis: 18,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows

Homepage / Forum (Steam)

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