Mrz 162014
 

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Vor einigen Wochen wusste mich der Trailer zu Meltdown zu begeistern. Ein Shoot’em up mit isometrischer Perspektive, bei dem man in Deckung gehen kann? Genau nach meinem Geschmack! Allerdings, was hat ein derartiges Spiel auf dem iPad verloren? Ohne Joypad ist so etwas nicht vernünftig zu steuern und bei den gesalzenen Preisen der iOS-Peripherie bin ich sicher nicht der Einzige, der sich so schnell keines zulegen wird. Groß war die Freude also bei mir, als der Titel bei Steam auftauchte.

Auffallend zunächst, dass die Menüführung eins zu eins von den mobilen Versionen übernommen wurde. Sämtliche Bedienelemente sind erschlagend groß auf einem Computermonitor. Gut für Kurzsichtige und die Übersicht, schlecht wenn jemand schnell Platzangst bekommt. Zu Beginn haben wir lediglich eine Schuss- und eine Nahkampfwaffe im Gepäck. Nach einigen geschafften Leveln, in denen besiegte Schergen Münzen fallen lassen, können wir uns aber ein zweites Schießeisen dazukaufen. Neben dem Kleingeld gibt es noch (Computer-)Chips zu finden, Kisten mit einem Fragezeichen spucken zusätzlich Extraleben oder Erfahrungspunkte am Ende eines Levels aus.

Keeping it simple

Dieses System ist im Grunde genommen auch schon das Herzstück von Meltdown. XP sammeln, um neue Waffen freizuschalten und die Werte des Charakters zu verbessern; Geld und Chips sammeln, um Waffen zu kaufen und aufzuleveln. Es gibt keine Story oder große, ausladende Level. Jedes Areal bietet einen einzigen Weg vom Eingang zum Ausgang und außer dem ausmerzen der etliche Widersacher gibt es keine Aufgaben. Das macht durchaus Spaß, denn die Steuerung ist gut und die Motivation hoch, neue Waffen und Upgrades freizuschalten.

Das Spiel ändert sich aber nicht großartig, ob ihr euren kleinen Soldaten nun zum Nahkämpfer oder Fernschützen ausbildet. Durch die fünfzehn unterschiedlichen Kampfgeräte (zehn Fernkampf, fünf Nahkampf) und maximal neun aus achtzehn auswählbaren Upgrades pro Waffe, kann jedoch schon ein wenig experimentiert und das Gameplay den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Leider bleibt die Deckung im Endeffekt ziemlich nutzlos, das Ganze artet eher in eine Serious Sam-Rückwärtslauf-Orgie aus. Ein Prestige-Modus, wie man ihn aus allen aktuellen Online-Shootern kennt, ist ebenfalls mit von der Partie (nach einem vollständigen Upgrade aller Fähigkeiten, können diese für ein höheres Ansehen wieder auf null zurückgesetzt werden).

Leider kein Zelda

Mir persönlich hätte ein waschechtes Action-RPG in diesem Stil wirklich umgehauen, aber auch so, als reines Shoot’em up macht mir Meltdown eine Menge Spaß. Der Übergang zwischen Einzel- und Mehrspieler ist fließend, könnte aber noch einige Optimierungen vertragen. Der visuelle Stil gefällt mir super, allerdings sind die ersten Level optisch sehr eintönig. Erst in späteren Missionen kommen dezente Variationen dazu, aber für meinen Geschmack sollte da noch Einiges passieren.

Immer ausgefuchstere Gegnertypen und besonders knackige Bosskämpfe halten auch auf längere Sicht bei der Stange. Absolut nicht gefallen hat mir, dass, wenn man in besonders hitzigen, unübersichtlichen Situationen umgehauen wird, die eigene Figur munter weiter Schaden nimmt. Liegt man also einmal am Boden, kann man faktisch nichts mehr tun und muss auf ein Extraleben zurückgreifen.

Rating: ★★★½☆

Preis: Free2Play

Android-Version: 2.3 oder höher

Homepage / Google play

Preis: 1,99€

Kompatibilität: Universell

Homepage / App Store

Preis: 3,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows, Mac OS X

Homepage / Forum (Steam)

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