Mrz 082016
 

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Der Action Henk, der rennt und rennt, von links nach rechts, die Hand die brennt. Wenn ihr mal wieder Lust auf ein 100% Fertigkeit-basiertes Spiel habt, dann solltet ihr dem dicken Henk definitiv eine Chance geben. Er ist kaum langsamer als Sonic the Hedgehog, bewegt sich über Kurse die noch abgefahrener als bei Unirally entworden wurden, und muss nicht selten hüpfen und ausweichen, wie einst bei Crash Course. Damit hätten wir die ungefähren Einflüsse abgedeckt und ihr eine etwaige Vorstellung von der Action bekommen, die auf euch wartet.

Herausforderung!

Das Grundprinzip der meisten Level ist in etwa gleich (mit ein paar Variationen im späteren Verlauf). Links ist der Start, rechts das Ziel. Die Uhr ist der Gegner und je weniger Zeit sie am Ende zeigt, desto besser. Der Hauptdarsteller verfügt über zwei Fähigkeiten: springen und auf dem Hosenboden rutschen. Letzteres sollte nur bergab benutzt werden, dann wird Geschwindigkeit aufgebaut. Sehr einfaches Spielprinzip, welches aufgrund des tollen Leveldesigns immer wieder andere Herausforderungen parat hält.

Joggt man durch die ersten zehn Kurse noch recht gemütlich zur Goldmedaille, steigt der Schwierigkeitsgrad recht schnell, recht ordentlich an. Und hier warte schon nach kurzer Zeit der erste ernste Scheideweg auf die Spieler. Wer sich mit Silber oder Bronze zufrieden gibt, spielt einfach weiter die Level der Reihe nach durch (an’s Ziel kommen, ist zumeist nicht das Problem). Für die Bonusstufe (und für’s Ego) braucht man aber zwingend Gold auf allen Kursen und hier lautet die Devise: üben, üben, üben.

Motivation?

Ich bin recht schnell an meine Grenzen gestoßen und musste ein paar der früheren Level zig-Mal neu beginnen und jeden Zentimeter perfekt nehmen, um auch nur den Hauch einer Chance auf Gold zu haben. Die zu Beginn in ihrer Schnelligkeit auswählbaren Zeitgeister bieten hier eine unschätzbare Hilfe und sorgen für die nötige Motivation. Sie zeigen einem genau, wie der jeweilige Anschnitt perfekt genommen werden muss. Dieses dann selbst in die Tat umzusetzen, ist aber eine ganz andere Geschichte.

An der Steuerung liegt dies zum Gück nicht, denn sie ist so perfekt, wie es bei einem solche Spiel einfach nötig ist. Jede Millisekunde zählt, ein einziger Knopfdruck zum falschen Zeitpunkt macht alle zuvor perfekt genommenen Hindernisse nichtig. Aber man lernt, wird besser, verzweifelt, hat keine Lust mehr und spielt dann doch noch eine Runde. Und die Befriedigung dabei, eine Strecke die man zuvor nur knapp mit Silber abschliessen konnte, dann nach harter Arbeit nur knapp hinter dem Regebongen-Geist beendet, die ist schwer in Worte zu fassen.

BAM!

Belohnung!

Ach ja, Regenbogen-Medaille. Einmal Gold geholt, wird dieser Geist freigeschaltet und fordert euch den letzten Funken Perfektion von euch ab. Ein Blick in die Bestenliste verrät, schon auf der einfachste Strecke schaffen es nur 42 von 2090 Spielern diese Bestzeit zu knacken. Und der Kurs ist wirklich leicht und kurz! An diesem Beispielt zeigt sich aber, wie – auf der einen Seite leicht zu lernen und eingängig die Steuerung ist – wie tiefgründig dagegen das Kurdesign und nuancenreich die Steuerung im Detail tatsächlich sind. Perfekt für den Joypad-Profi.

Wie viel Spaß man mit Action Henk dann schlussendlich hat, ist direkt mit diesen Faktoren verbunden. Wer viel Zeit investiert, besser werden möchte und motiviert bleibt, der kann sich über mehr Erfolgserlebnisse freuen. Ihr wisst selber am besten, ob ihr so ein Typ Spieler seid oder nicht. Ich bin es teilweise, musste ich feststellen. Irgendwann sind die Kurse einfach zu komplex für mich. Aber bei den einfacheren hat mir die Jagd nach Bestzeiten viel Freude bereitet. Leider hat mir aber sehr schnell die Hand vom ständigen nach-rechts-Dücken geschmerzt (auch wenn die komplexeren Kurse häufig die Richtung wechseln). Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn man ein paar Optionen einstellen könnte (Umlegung der Tasten/Analogsticks, Henk rennt automatisch?).

Rating: ★★★★☆

Preis: 14,99€ (Steam)

Betriebssystem: Windows, Mac OS X, Linux

Homepage / Forum (Steam)

Preis: 14,99€ / $14,99

Extras: –

Homepage / Sony Entertainment Network

Preis: 14,99€ (zum Marktplatz)

Homepage / Forum

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