Launch-Software die Zweite. Zunächst nur für Vorbesteller der PS Vita, gibt es Frobisher Says seit ein paar Tagen als kostenlosen Download im SEN. Im direkten Vergleich zum Gesagten über MotorStorm RC gilt hier das genaue Gegenteil: kein bekannter Name dient als Zugpferd, dafür werden sämtliche Fähigkeiten der Konsole eingesetzt. Denn wie lassen sich diese Features besser an den Kunden bringen, als mit einer verrückten Minispiel-Sammlung im Stil von Wario Ware, mit durchgeknallter und variantenreicher Optik?
Immer wenn eine neue Konsole veröffentlicht wird, versucht der Plattforminhaber (in diesem Fall Sony) ein in die Breite gehendes Spektrum an Spielen anzubieten. Dazu zählt zum einen, die Vorzüge der Konsole den Kunden schmackhaft zu machen, zum anderen mit möglichst kaufstarken Namen langjährige Fans ins Boot zu holen. Nur einer dieser Punkte trifft auf MotorStorm RC zu, denn die schräg-von-oben-Raserei bietet nichts Neues und hätte auch unter jedem x-beliebigen anderen Namen veröffentlicht werden können, denn spielerisch erwartet den MotorStorm-Affinen hier eine komplett andere Geschichte als in den Vorgängern.
Vor kurzem erst erschien eine Sammlung realer Flipper als Retail-Version mit dem Namen Williams Pinball Classics, welche in meinem Test hervorragend abschnitt. Vom selben Entwickler gibt es nun – neben den auf der Disc enthaltenen – häppchenweise neue Tische, über hundert (!) hat Farsight Studios für die nächsten Jahre versprochen. Erschienen ist The Pinball Arcade auf so ziemlich jeder aktuellen Konsolenplattform in der Milchstraße, wir durften uns die Version für XBLA anschauen und alle gemachten Angaben beziehen sich auch auf diese. Inhaltlich sollten alle Auskopplungen identisch sein.
“DU bist der Turm”, das kennen wir schon zu Genüge. “DU bist der Angreifer” dagegen, ist eine (noch) recht unverbrauchte Prämisse. Sicher, im Kern ändert sich am Spielprinzip nicht allzu viel. Noch immer lautet das Ziel, eine möglichst durchschlagkräftige Mischung aus spezialisierten Einheiten und Aufwertungen für diese, mit stark limitierten finanziellen Mitteln zu finden. Die Positionierung der Verteidigungsanlagen fällt natürlich weg, dafür gilt es die Vehikel in einer effektiven Reihenfolge zu platzieren und die erfolgversprechendste Route einzuschlagen. Willkommen in der Welt von Anomaly: Warzone Earth, willkommen in der Welt von “Tower Offense”.
“Gut Ding will Weile haben” lautet eine alte Redewendung. Manchmal möchte man dem Volksmund zurufen, er soll doch einfach mal die Schnauze halten. Denn ihr kennt das sicher alle, dass ihr euch lange auf ein Spiel freut, welches dann aber in jedem Punkt jämmerlich enttäuscht. Eigentlich habe ich das mittlerweile ganz gut raus, meist schon anhand der Screenshots, aber spätestens nach dem ersten Gameplay-Trailer die Luschen auszumachen. Im Falle von Amy ist mir das im Vorfeld leider nicht gelungen, weshalb die Enttäuschung umso schwerer wiegt. Aber fangen wir von vorne an.
So ein Orkleben ist eher unkompliziert. Er rennt völlig sorgenfrei aus einer Tür heraus und wird im ungünstigsten Fall schon nach ein paar Sekunden zu Hackfleisch verarbeitet. Wer oder was ihn genau zu diesem Zeitpunkt an diese Stelle verfrachtet hat, können wir nur vermuten. Ist er ein Sträfling, ein Waise oder gar Familienvater? Oder wurde er nur gezüchtet für diesen einen, fatalen Moment? Wir erfahren es nicht, bekommen nur die Order “Orcs Must Die!” und befolgen sie blindlings. Denn wenn wir sie nicht um die Ecke bringen, töten sie uns. Gnadenlos. Und so verschwenden wir keinen weiteren Gedanken an ethische Bedenken, sondern schlachten Orks und anderes Ungeziefer im Sekundentakt – brutal und unbarmherzig – bevor sie dem zu beschützenden SPALT zu nahe kommen.


























Stalke uns!