“DU bist der Turm”, das kennen wir schon zu Genüge. “DU bist der Angreifer” dagegen, ist eine (noch) recht unverbrauchte Prämisse. Sicher, im Kern ändert sich am Spielprinzip nicht allzu viel. Noch immer lautet das Ziel, eine möglichst durchschlagkräftige Mischung aus spezialisierten Einheiten und Aufwertungen für diese, mit stark limitierten finanziellen Mitteln zu finden. Die Positionierung der Verteidigungsanlagen fällt natürlich weg, dafür gilt es die Vehikel in einer effektiven Reihenfolge zu platzieren und die erfolgversprechendste Route einzuschlagen. Willkommen in der Welt von Anomaly: Warzone Earth, willkommen in der Welt von “Tower Offense”.
Es gibt mittlerweile unzählige Tower Defense-Spiele, was muss man als Entwickler also machen, um seinem Spiel eine gewisse Einzigartigkeit zu verleihen? Orks, Zauberer und Ritter hinzufügen? Eher nicht. Aber warum soll man eigentlich immer nur allein seine Türmchen bauen und gegen Gegnerscharen antreten? Trendy Entertainment ermöglicht es mit Dungeon Defenders gemeinsam mit Freunden in den Kampf zu ziehen und bringt damit ein wenig frischen Wind ins Genre. Die Orks, Zauberer und Ritter gibt es obendrauf.
Mit Finnland verbindet man Kälte, Schnee, dunkle Tage und einsame Weiten. Aber Videospiele? Tatsächlich gibt es einige Finnen, die das Entwicklerhandwerk sehr gut beherrschen. Remedy zog viele Spieler mit Max Payne und Alan Wake in ihren Bann. RedLynx haben mit Trials HD die Messlatte für Arcade Spiele ordentlich angehoben und Rovio machten mit Angry Birds viele iPhone-Besitzer süchtig. Mittlerweile sind auch Frozenbyte aus Helsinki weit über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt. Erst lieferten sie mit Shadowgrounds eine ordentliche Alien-Ballerei, um dann mit Trine noch einmal ein paar Schippen an Qualität draufzulegen. Letzteres hat nun ein Sequel erhalten und Amadeus, Pontius und Zoya sind zurück.
So ein Orkleben ist eher unkompliziert. Er rennt völlig sorgenfrei aus einer Tür heraus und wird im ungünstigsten Fall schon nach ein paar Sekunden zu Hackfleisch verarbeitet. Wer oder was ihn genau zu diesem Zeitpunkt an diese Stelle verfrachtet hat, können wir nur vermuten. Ist er ein Sträfling, ein Waise oder gar Familienvater? Oder wurde er nur gezüchtet für diesen einen, fatalen Moment? Wir erfahren es nicht, bekommen nur die Order “Orcs Must Die!” und befolgen sie blindlings. Denn wenn wir sie nicht um die Ecke bringen, töten sie uns. Gnadenlos. Und so verschwenden wir keinen weiteren Gedanken an ethische Bedenken, sondern schlachten Orks und anderes Ungeziefer im Sekundentakt – brutal und unbarmherzig – bevor sie dem zu beschützenden SPALT zu nahe kommen.
Dies ist ein Test der ersten öffentlichen Version von Voxatron, welches sich offiziell noch im Alpha-Stadium befindet. Heutzutage kann man sowas durchaus machen, ein unfertiges Spiel auf den Markt bringen und Geld dafür verlangen. Eigentlich ziemlich verrückt, oder? Eigentlich kauft ihr im aktuellen Zustand auch eher den komplexen Editor, als ein umfassendes Spiel. Doch das ist auch die Intention von Entwickler Lexaloffe, er will den User Generated Content derzeit in den Vordergrund stellen und ein möglichst umfassendes Tool zu Verfügung stellen, mit dem sich einfach komplette Spiele mit sehr unterschiedlichem Gameplay erschaffen lassen.
Derzeit ist schon ein kleines Abenteuer enthalten, welches ungefähr eine Stunde an den Bildschirm fesselt, und dieses soll Bestandteil unseres Reviews sein. Wer mehr über den Status der aktuellen Version wissen möchte, findet hier eine ausführliche Darlegung des Entwickler.
Bei Bejeweled dreht sich alles um die “Zone”. Das ist nicht etwa irgend ein erfundener Bullshit aus The Fast and the Furios, sondern eine real existierende Befindlichkeit. Es gibt noch einige andere Spiele, mit denen ihr in diesen Rausch-ähnlichen Zustand verfallen könnt, doch selten spürt man sie so stark wie im PopCap-Suchtmittel. Vor dem Test war ich noch skeptisch, was mir in Zeiten von Puzzle Quest und Fantastilliarden Klonen das alberne Original noch bieten könnte. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Dabei hätte ich es eigentlich vorher wissen müssen, wenn die Meister selber Hand anlegen, dann entsteht auch Meisterliches.



























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