Bejeweled hat die Unterkategorie “Match 3″ des Puzzlegenres zwar nicht erfunden (davor gab es z.B. Columns oder PuyoPuyo), aber es der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Während andere Firmen sich in dessen Erfolg sonnen, einen uninspirierten Klon nach dem anderen raushauen und den Markt damit überfluten, hat sich Capybara Games auf die Fahne geschrieben, diesem Missstand ein Ende zu bereiten. Nach dem grandiosen Critter Crunch (Test folgt) steht mit Might & Magic: Clash of Heroes ein ganz anderes Kaliber ins Haus. Die einzigartige Mischung aus Rollenspiel und Match 3 bietet trotz der exakt gleicher Bezeichnung “Puzzle-RPG” ein komplett anderes Gameplay als Puzzle Quest.
Wie sieht sie aus, diese Puzzle-Dimension? Mit einem Wort: dreidimensional, auf Wunsch auch stereoskopisch. Ähnlich wie beim Genre-Kollegen ilomilo wird euer räumliches Denkvermögen auf eine harte Probe gestellt. Allerdings mit den Unterschieden, dass Puzzle Dimension einerseits komplett der Charme von ilomilo fehlt (der Held ist eine herkömmliche Kugel) und euch ein optisch recht nüchternes Spiel erwartet, andererseits das Gameplay zu gleichen Teilen den Denkapparat und die Geschicklichkeit fordert. Sprich: Puzzle Dimensions ist per Definition ein Puzzle-Platformer.
Stellt euch vor, ihr kreuzt Tetris mit Sim City. Nicht möglich, sagt ihr? City Rain beweist das Gegenteil! Es ist sogar so gut gelungen, dass es bereits drei relativ bedeutende Wettbewerbe gewinnen konnte. Unter anderem das IGF Student Showcase , welches quasi das Sundance Festival für Spiele ist.
Das ganze Game ist unter einem starken Öko-Aspekt angelegt, je besser ihr mit der Natur harmoniert, desto mehr und einfacher sind Punkte zu bekommen. Die Vollversion enthält drei Modi:
- die Kampagne, in der die zwanzig Spezialgebäude freigeschaltet und diverse Aufgaben (Missionen) erfüllt werden müssen
- ein schnelles Spiel mit einer Begrenzung von 150 Runden, in dem nur die höchste Punktzahl zählt
- das Bonus-Spiel BlockMania, hier müssen keine Bedürfnisse erfüllt, sondern lediglich die aus Tetris bekannten Blöcke platziert werden
Blöcke, quadratische Gebilde in allen erdenklichen Variationen, nehmen in der Geschichte der Videospiele eine tragendere Rolle ein, als man vermuten würde. Bei Blocks That Matter dreht sich alles um sie und die Entwickler werden auch nicht müde, uns an vorangegangene Meilensteine zu erinnern. Doch dazu später mehr. Für sich gesehen bietet das Gameplay von BTM einen frischen, fast schon genialen Ansatz, der höchst unterschiedliche Elemente aus diversen Genres zu einem stimmigen Ganzen vereint.
Als Hauptmechanik muss der gute alte 2D-Platformer herhalten. Wir steuern den kleinen Roboter Tetrabot, der verblüffende Ähnlichkeit mit einer Waschmaschine aufweist. Neben laufen und springen, kann er herumliegende Blöcke einsammeln und horten: entweder wie Mario mit Köpfchen oder mit einem aus der “Waschtrommel” ausfahrbaren Bohrer. Allerdings funktioniert der Bohrer nur, wenn unser Freund festen Boden unter den Füßen hat.
Das deutsche Ein-Mann-Studio Spyn Doctor Games von Johannes Hubert hat uns bereits mit Golden Tangram und Kuchibi hervorragende Indie-Games beschert. Und nun wurde endlich auch sein dritter Titel in unserem Testlabor auf Herz und Nieren geprüft. Und was soll ich sagen? Your Doodles Are Bugged! zeigt erneut, dass aus Bayern nicht nur Weißwürschtl, Lederhosen und Leberkäs-Semmeln, sondern auch richtig gute Indie-Entwickler stammen!
Langsam baut sich vor unseren Augen ein leicht flackerndes schwarz-weiß Bild auf. Leises Rauschen ist zu vernehmen, vermutlich die Blätter der umstehende Bäume im Wind. Von einem Akteur fehlt zunächst jede Spur. Erst nach einem Druck auf eine der bunten Tasten am Controller erscheinen langsam zwei weiße Punkte. Nach und nach werden die Umrisse eines Menschen sichtbar. Es scheint sich um einen Jungen zu handeln, der sich behäbig erhebt. Die Punkte sind seine Augen und das Einzige, was seiner schwarzen Silhouette Leben einhaucht. Im Verlauf des Spiels erfahren wir nicht, wer er ist, wie er auf den Waldboden gelangte oder wieso er sich diesen Strapazen aussetzt, die noch auf ihn zukommen sollen.
In Limbo gibt es nämlich neben dem Menü keinerlei Text auf dem Bildschirm. Keine einzige Statusanzeige trübt den Blick auf die atmosphärisch tolle Grafik. Auch ein Tutorial oder andere Hilfestellungen sucht man vergebens. Unter dem Punkt “Hilfe & Optionen” ist lediglich ein Controller zu sehen, der die zwei belegten Tasten zu erkennen gibt. Bereits in diesen ersten Sekunden spürt der Spieler, dass er es hier mit einem ungewöhnlichen Titel zu tun hat. Spielerisch muss man Limbo ganz klar den Puzzle-Platformer zuordnen: Es wird gelaufen, gesprungen, gedrückt und gezogen, in gewissen Abständen warten intelligente Rätsel auf ihr Lösung. Wer Titel wie Prince of Persia (das Original), Abe’s Oddyssey, Another World oder Heart of Darkness mag, dürfte auch von Limbo nicht enttäuscht werden.



























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