“Gut Ding will Weile haben” lautet eine alte Redewendung. Manchmal möchte man dem Volksmund zurufen, er soll doch einfach mal die Schnauze halten. Denn ihr kennt das sicher alle, dass ihr euch lange auf ein Spiel freut, welches dann aber in jedem Punkt jämmerlich enttäuscht. Eigentlich habe ich das mittlerweile ganz gut raus, meist schon anhand der Screenshots, aber spätestens nach dem ersten Gameplay-Trailer die Luschen auszumachen. Im Falle von Amy ist mir das im Vorfeld leider nicht gelungen, weshalb die Enttäuschung umso schwerer wiegt. Aber fangen wir von vorne an.
Mit Finnland verbindet man Kälte, Schnee, dunkle Tage und einsame Weiten. Aber Videospiele? Tatsächlich gibt es einige Finnen, die das Entwicklerhandwerk sehr gut beherrschen. Remedy zog viele Spieler mit Max Payne und Alan Wake in ihren Bann. RedLynx haben mit Trials HD die Messlatte für Arcade Spiele ordentlich angehoben und Rovio machten mit Angry Birds viele iPhone-Besitzer süchtig. Mittlerweile sind auch Frozenbyte aus Helsinki weit über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt. Erst lieferten sie mit Shadowgrounds eine ordentliche Alien-Ballerei, um dann mit Trine noch einmal ein paar Schippen an Qualität draufzulegen. Letzteres hat nun ein Sequel erhalten und Amadeus, Pontius und Zoya sind zurück.
Endlich ist es soweit: Die Hg-Version von Mercury ist draußen. Nun darf ich diesen Klassiker in echter High…ähh…
Nein, bei diesem Spiel handelt es sich nicht um ein HD-Remake oder ähnliches, [Hg] ist das chemische Symbol für Quecksilber und darum dreht sich das Spiel. Die Anspielung auf die aktuelle HD-Re-Release Welle hat aber auch seinen Grund, denn Mercury Hg ist ein weiterer Ableger einer Serie, die vor allem auf der PSP mit Mercury Meltdown bekannt wurde.
Das Konzept hinter Sammelkartenspielen ist recht schnell erklärt: Ihr baut euch ein Kartendeck aus Kreaturen, Zaubersprüchen und Aktionskarten zusammen und versucht das gegnerische Deck mit eurer individuellen Taktik zu schlagen. In regelmäßigen Abständen erscheinen neue Karten und man kann sein Deck stärker machen oder optimieren, indem man die neuen Karten erwirbt. Aus Sicht der Unternehmen ist das äußerst lukrativ, das Spiel bleibt immer frisch und bei den Spielern kommt nie Langeweile auf.
Magic: The Gathering ist das erste Sammelkartenspiel seiner Art. Die ersten Karten erschienen bereits 1993, lange bevor Yu-Gi-Oh! und Pokémon-Karten die Schulhöfe unsicher machten. Magic war etwas Neues, ein Kartenspiel mit unglaublicher Spieltiefe, schönem Design und einer Prise Sammelwahn. Auch jetzt, nach fast 18 Jahren, ist immer noch kein Ende in Sicht.
Bejeweled hat die Unterkategorie “Match 3″ des Puzzlegenres zwar nicht erfunden (davor gab es z.B. Columns oder PuyoPuyo), aber es der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Während andere Firmen sich in dessen Erfolg sonnen, einen uninspirierten Klon nach dem anderen raushauen und den Markt damit überfluten, hat sich Capybara Games auf die Fahne geschrieben, diesem Missstand ein Ende zu bereiten. Nach dem grandiosen Critter Crunch (Test folgt) steht mit Might & Magic: Clash of Heroes ein ganz anderes Kaliber ins Haus. Die einzigartige Mischung aus Rollenspiel und Match 3 bietet trotz der exakt gleicher Bezeichnung “Puzzle-RPG” ein komplett anderes Gameplay als Puzzle Quest.
Wie sieht sie aus, diese Puzzle-Dimension? Mit einem Wort: dreidimensional, auf Wunsch auch stereoskopisch. Ähnlich wie beim Genre-Kollegen ilomilo wird euer räumliches Denkvermögen auf eine harte Probe gestellt. Allerdings mit den Unterschieden, dass Puzzle Dimension einerseits komplett der Charme von ilomilo fehlt (der Held ist eine herkömmliche Kugel) und euch ein optisch recht nüchternes Spiel erwartet, andererseits das Gameplay zu gleichen Teilen den Denkapparat und die Geschicklichkeit fordert. Sprich: Puzzle Dimensions ist per Definition ein Puzzle-Platformer.



























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