Aug 092010
 

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Konami will’s wissen. Dieses Jahr erscheinen gleich zwei Castlevania-Titel die das Potential haben, langjährige Fans vor den Kopf zu stoßen. Harmony of Despair geht dabei das optisch geringere Risiko ein, bietet dafür im Gameplay ungewohnte Kost. Die 2D-Grafik ist so hübsch und detailliert, wie man es von der Serie gewöhnt ist und auch die meisten grundlegenden Bestandteile sind wieder mit an Bord. Dafür wurde ein Hauptelement, nämlich die Erkundung eines riesigen Areals, welches seit Symphony of the Night als Markenzeichen Einzug in die Reihe gehalten hat, komplett gestrichen.

Stattdessen passt jeder der sechs Level komplett auf den Bildschirm und alle Aktivitäten sind jederzeit ersichtlich. Das Areal, in dem sich der Spieler aufhält, lässt sich in vier Stufen zoomen und in jeder läuft das Spiel ganz normal weiter. Das vordergründige Ziel jeder Stufe ist es, sich einen Weg zum Boss zu bahnen und ihm den Garaus zu machen. Entweder begibt man sich auf dieses Unterfangen ganz alleine oder mit bis zu fünf Mitspieler. Dabei ist es nicht möglich, mit mehreren Personen an einer Konsole zu spielen; wer Multiplayer möchte, muss online gehen.

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Jul 262010
 

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Die Automatenumsetzung von Hydro Thunder war einer der Launch-Titel für Segas Dreamcast 1999, später folgten Umsetzungen für N64 und die PlayStation. Über ein Sequel wurde Seitens Midway zwar nachgedacht, jedoch wurde nie eins produziert. 2009 kam der Titel H2Overdrive in die Spielhalle, welcher als geistiger Nachfolger gehandelt wird, da ein Teil des Original-Teams an der Entwicklung beteiligt war. Rein lizenzrechtlich gesehen ist Hurricane der offizielle Nachfolger, auch wenn ein komplett neuer Entwickler für die Fertigstellung verantwortlich zeichnet.

Doch vergessen wir diesen ganzen Wirrwarr für einen kurzen Moment: Hydro Thunder Hurricane könnte auch problemlos in einer Arcade zu finden sein. Die meisten Elemente des Vorgängers sind auch hier zu finden, u.a. die abwechslungsreichen und thematisch unterschiedlichen Strecken, die teilweise haarsträubenden Ereignisse und der typisch-übermotivierte Kommentator. Die Steuerung ist gewohnt arcade-lastig und präzise, glücklicherweise verdient der Schwierigkeitsgrad „Einfach“ dieses Mal auch seinen Namen.

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Jul 232010
 

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Langsam baut sich vor unseren Augen ein leicht flackerndes schwarz-weiß Bild auf. Leises Rauschen ist zu vernehmen, vermutlich die Blätter der umstehende Bäume im Wind. Von einem Akteur fehlt zunächst jede Spur. Erst nach einem Druck auf eine der bunten Tasten am Controller erscheinen langsam zwei weiße Punkte. Nach und nach werden die Umrisse eines Menschen sichtbar. Es scheint sich um einen Jungen zu handeln, der sich behäbig erhebt. Die Punkte sind seine Augen und das Einzige, was seiner schwarzen Silhouette Leben einhaucht. Im Verlauf des Spiels erfahren wir nicht, wer er ist, wie er auf den Waldboden gelangte oder wieso er sich diesen Strapazen aussetzt, die noch auf ihn zukommen sollen.

In Limbo gibt es nämlich neben dem Menü keinerlei Text auf dem Bildschirm. Keine einzige Statusanzeige trübt den Blick auf die atmosphärisch tolle Grafik. Auch ein Tutorial oder andere Hilfestellungen sucht man vergebens. Unter dem Punkt „Hilfe & Optionen“ ist lediglich ein Controller zu sehen, der die zwei belegten Tasten zu erkennen gibt. Bereits in diesen ersten Sekunden spürt der Spieler, dass er es hier mit einem ungewöhnlichen Titel zu tun hat. Spielerisch muss man Limbo ganz klar den Puzzle-Platformer zuordnen: Es wird gelaufen, gesprungen, gedrückt und gezogen, in gewissen Abständen warten intelligente Rätsel auf ihr Lösung. Wer Titel wie Prince of Persia (das Original), Abe’s Oddyssey, Another World oder Heart of Darkness mag, dürfte auch von Limbo nicht enttäuscht werden.

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Jul 062010
 

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Wer bei diesem Namen ein Spiel für Kinder erwartet, liegt komplett daneben. Die einzige Verbindung zur Peanuts-Lizenz lässt sich an den, in Snoopys Fantasie vorkommenden, Luftkämpfen auf der Hundehütte festmachen. Im Spiel selber stehen Charlie Brown und Co. lediglich als stumme Piloten bereit. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Erdnüsse sich in die Lüfte erheben. Bereits 2006 war dies in Snoopy vs. the Red Baron für PC, PS2 und PSP möglich. Das Core-Gameplay der beiden Titel ähnelt sich sehr, kein Wunder, denn der Entwickler lautet in beiden Fällen Smart Bomb Interactive.

Wenn ihr schon mal im Pilotensessel der Rogue Squadron-Serie oder von Crimson Skies Platz genommen habt, dann dürfte euch der Einstieg in Snoopy Flying Ace nicht schwer fallen. Der Löwenanteil der Zeit wird damit verbracht, feindliche Flugzeuge vom Himmel zu holen. Zu diesem Zweck stehen eine große Auswahl an Maschinen und Waffen zur Verfügung.

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Mai 192010
 

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HD-Remakes alter 2D-Spiele sind derzeit schwer in Mode. Doch im Gegensatz zu manch anderen Titeln, bei denen nur Grafik und Steuerung verbessert werden, präsentiert uns Konami mit Rocket Knight ein komplett neues Spiel mit der Beutelratte. Als Super Mario Mitte der Achtziger die Videospiele im Alleingang aus der Krise führte, dachte jeder das Erfolgsrezept für ein erfolgreiches Game gefunden zu haben.

So gipfelte die Fokussierung auf (Tier)Maskottchen mit Attitüde einige Jahre vor der Jahrtausendwende in einer Flut von neuen Charakteren (die noch bis zum heutigen Tag anhält). Glücklicherweise waren darunter neben vielen Blindgängern auch einige Hochkaräter, wie etwa Sparkster in seinen eigenen Rocket Knight Adventures für Mega Drive und jeweils einem nicht ganz so gelungenen Sequel für Mega Drive & Super Nintendo.

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Mrz 152010
 

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Seit ich das erste Video gesehen habe, bin ich Feuer und Flamme für Scrap Metal. Das Autorennen mit Waffen aus einer isometrischen Draufsicht, vom kleinen Indie-Entwickler Slick Entertainment, tritt kein einfaches Erbe an. Mit Titeln wie Rock’n Roll Racing und Death Rally ist das Genre in 2D überaus gut und prominent besetzt, doch beide genannten Titel sind schon „ein wenig“ älter. Scrap Metal versucht im Jahr 2010 ein Wiederbelebung und schon alleine dafür sollten alle Fans der kleinen Flitzer sehr dankbar sein. Die Optik präsentiert sich der Zeit entsprechend komplett in drei Dimensionen, sogar ein anaglypher 3D-Modus lässt sich zuschalten (Brille wird beim Kauf nicht mitgeliefert).

Für ein Zwei-Mann-Projekt können sich Grafik und Physik auch durchaus sehen lassen (High-End-Fanatiker finden sicherlich den ein oder anderen Grund zum mosern): Die Fahrzeuge nehmen bei Beschuss Schaden und verlieren Teile, bis sie schlußendlich explodieren. Mit vielen Objekten auf der Strecke kann interagiert werden (drüberfahren, zerschießen, verschieben), was für ein ordentliches Gefühl der Dynamik sorgt. Übrigens seit langem mal wieder ein Titel, der nicht auf der Unreal-Engine basiert…

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